BFW-Praxisinfo 55/2022 Vergrößern

BFW-Praxisinfo 55/2022

Schodterer H., Kainz Ch. [Red.]
Bundesweites Wildeinflussmonitoring 2019 – 2021: Periode 1-6. 69 S.

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94 verfügbare Teile

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Inhaltsverzeichnis:

  • Bundesweites Wildeinflussmonitoring 2019-2021 – Ergebnisse der WEM-Periode 6
  • Wildeinfluss 2004-21, Tabelle der Landesergebnisse
  • Wildeinfluss 2004-21,Tabellen der Bezirksergebnisse von: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien 
  • Baumartenzusammensetzung, Höhenentwicklung und Verbiss von: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien
  • Hinweise für die Interpretation der Wildeinflussmonitoring-Ergebnisse 2019-21

 

Vorwort:

Im Rahmen des Forst- & Jagd-Dialogs haben die Spitzenvertreter der Jagd und der Forstwirtschaft gemeinsames Handeln auf Grundlage objektiver Daten vereinbart. „Die Österreichische Waldinventur ÖWI und das Wildeinflussmonitoring WEM liefern Ergebnisse, die außer Streit stehen. Ihre Interpretation und die Vereinbarung adäquater Lösungsstrategien haben gemeinsam mit Augenmaß und Realitätsnähe auf allen Ebenen zu erfolgen. Die Wissenschaft hat hierbei und auch bei weiteren Methodenentwicklungen entsprechend Hilfestellung zu geben“, so heißt es dazu in der 2012 unterzeichneten „Mariazeller Erklärung“. Das fachlich vom BMLRT begleitete WEM liefert bereits seit dem Jahr 2004 österreichweit Daten über den Wildeinfluss auf die Waldverjüngung. Dieses Monitoringsystem wurde vom Bundesforschungszentrum für Wald in enger Abstimmung mit den Landesforstdiensten und im Konsens mit der Jägerschaft entwickelt. Das WEM beruht auf einer modernen, wissenschaftlich anerkannten Methode, die laufend evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt wird. Zu Beginn der Aufnahmeperiode 2016-2018 wurden entsprechende Adaptierungen vorgenommen, um die Aussagekraft noch weiter zu verbessern. Bei der Bewertung der Ergebnisse geht es insbesondere um Entwicklungstrends auf Bezirksebene. Die vorliegenden Ergebnisse der letzten Erhebungsperiode 2019-2021 zeigen: Insgesamt weisen 40 % der Bezirke eine Verbesserung im Vergleich zur Vorperiode 2016-18 auf (22 % weniger als zuvor), in 44 % der Bezirke ist der Wildeinfluss im Vergleich mit der Vorperiode jedoch angestiegen (17 % mehr als zuvor). Generell weisen Regionen mit vorwiegend Mischwäldern höheren Wildeinfluss auf als jene mit hauptsächlich Nadel- oder Buchenwäldern. In Bezirken mit starkem Wildeinfluss wird sich die Situation erst dann nachhaltig verbessern, wenn der Wildeinfluss über mehrere Perioden deutlich sinkt anstatt hin und her zu schwanken. Sieht man auf die Höhenentwicklung der verbissbeliebten Baumarten Tanne und Eiche, so ergibt sich auch in der 6. WEM-Periode folgendes Bild: Tanne und Eiche kommen zwar in über neun Zehnteln der Bezirke vor, Tanne konnte sich aber in 46 % und Eiche in 77 % der Bezirke ihres Vorkommens nicht oder kaum über 1,3 m hinaus entwickeln. Neben natürlichen Konkurrenzverhältnissen und dem Einfluss der waldbaulichen Behandlung spielt dabei Verbiss eine wesentliche Rolle.