Diverse 82 /  APPLAUS für den Ahorn! Bergahorn und Spitzahorn Vergrößern

Diverse 82 / APPLAUS für den Ahorn! Bergahorn und Spitzahorn

Konrad, H.; Kodym,  A.; Ette, J.-S.; Cech, Th.L.; Grabner, M.; Hoch, G.; Ruhm, W.; Starlinger, F.; Steiner,  H. 2021. APPLAUS für den Ahorn! Bergahorn und Spitzahorn - Baumarten mit Zukunftspotential;  Bundesforschungszentrum für Wald, Wien, 72 S. ISBN 978-3-903258-49-5

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Ahorn - ein Baum mit Zukunftspotential?
2.1 Der Klimawandel ist real und fühlbar
2.2 Welche Konsequenzen entstehen daraus für unseren Wald?
3. Machen Sie mit!
4. Informationen zum Ahorn
4.1 Unterscheidungsmerkmale
4.2 Steckbrief Bergahorn
4.3 Steckbrief Spitzahorn
4.4 Verbreitung, Standortansprüche und Vergesellschaftung der Ahornarten
4.5 Waldbauliche Bedeutung
4.6 Das Holz von Berg- und Spitzahorn
4.7 Krankheiten und Schädlinge
5. Vorkommen in Naturwaldreservaten und Generhaltungswäldern
5.1 Berg- und Spitzahorn in den österreichischen Naturwaldreservaten
5.2 Berg- und Spitzahorn in den österreichischen Generhaltungswäldern
6. Heimische Saatgutgewinnung
6.1 Erntebestände
6.2 Samenplantagen
7. Ergebnisse des Forschungsprojekts ‘APPLAUS’
7.1 Gendatenbank und genetische Vielfalt des Bergahorns in Österreich
7.2 Genetische Vielfalt und Plusbaumauslese beim Spitzahorn
8. Zusammenfassung und Ausblick
9. Danksagung .
10. Weiterführende Informationen
11. Literatur

Zusammenfassung:

Bei Aufforstungen im österreichischen Wald wird die Verwendung von Mischbaumarten immer wichtiger. Mischwald unterscheidet sich von forstlichen Monokulturen durch eine höhere Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. Somit sinkt die Gefahr von flächigen Waldschäden durch klimawandelbedingt vermehrtes Auftreten von Schadorganismen. Wirtschaftlich kann dies als Risikostreuung auf viele verschiedene Baumarten betrachtet werden. Durch die Anlage und Förderung von Mischwäldern wird somit eine höhere Stabilität der Waldbestände geschaffen und das Betriebsrisiko für Bewirtschafter*innen vermindert. Viele der beliebten heimischen Mischbaumarten, wie die Esche, Ulme und Erle, sind aktuell durch (meist eingeschleppte) Krankheitserreger und Schädlinge im Vorkommen bedroht. Berg- und Spitzahorn sind davon auf geeigneten Standorten derzeit noch weitgehend verschont geblieben. Sicherlich ist dies einer der Hauptgründe, welcher den Bergahorn momentan waldbaulich sehr attraktiv und zur am häufigsten aufgeforsteten Laubbaumart in Österreich macht.
Die vorliegende Broschüre soll einen kurzen Überblick über das Wissen, das wir am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) mittlerweile über die Baumarten Berg- und Spitzahorn gesammelt haben, der forstlichen Praxis zur Verfügung stellen. Der Fokus liegt dabei auf der forstlichen Verwendung dieser Arten und ihrer Rolle für Waldbewirtschafter*innen, aber auch für das gesamte Waldökosystem.

Im zweiten Teil dieser Broschüre sollen die Ergebnisse des Projektes „APPLAUS für den Ahorn“ präsentiert werden. Ziel war es, die genetische Vielfalt dieser beiden Baumarten in Österreich zu untersuchen. Die genetische Vielfalt ist die Basis, auf der das natürliche Anpassungspotential und die Angepasstheit einer Baumart fußt: Nur durch ihre Erhaltung kann das langfristige Überleben einer Baumart sichergestellt werden. Die Bereitstellung von forstlichem Vermehrungsgut mit einem ausreichenden Grad an genetischer Vielfalt ist daher ein Eckpfeiler der nachhaltigen Waldbewirtschaftung.