BFW-Praxisinfo 48/2019 Vergrößern

BFW-Praxisinfo 48/2019

Schodterer H., Lackner Ch. [Red.]
Bundesweites Wildeinflussmonitoring 2016 – 2018: Periode 1-5. 55 S.

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197 verfügbare Teile

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Inhaltsverzeichnis:

  • Bundesweites Wildeinflussmonitoring 2016-2018 – Ergebnisse der WEM-Periode 5
  • Wildeinfluss 2004-18, Tabelle der Landesergebnisse
  • Wildeinfluss 2004-18,Tabellen der Bezirksergebnisse von: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien 
  • Baumartenzusammensetzung, Höhenentwicklung und Verbiss von: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien 

 

Vorwort:

Im Rahmen des Forst- & Jagd Dialogs haben die Spitzenvertreter der Jagd und der Forstwirtschaft gemeinsames Handeln auf Grundlage objektiver Daten vereinbart. „Die Österreichische Waldinventur ÖWI und das Wildeinflussmonitoring WEM liefern Ergebnisse, die außer Streit stehen. Ihre Interpretation und die Vereinbarung adäquater Lösungsstrategien haben gemeinsam mit Augenmaß und Realitätsnähe auf allen Ebenen zu erfolgen. Die Wissenschaft hat hierbei und auch bei weiteren Methodenentwicklungen entsprechend Hilfestellung zu geben“, so heißt es dazu in der 2012 unterzeichneten „Mariazeller Erklärung“.
Das fachlich vom BMNT begleitete WEM liefert bereits seit dem Jahr 2004 österreichweit statistisch abgesicherte Daten über den Wildeinfluss auf die Waldverjüngung. Dieses Monitoringsystem wurde vom Bundesforschungszentrum für Wald in enger Abstimmung mit den Landesforstdiensten und im Konsens
mit der Jägerschaft entwickelt. Das WEM beruht auf einer modernen, wissenschaftlich anerkannten Methode, die laufend evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt wird. Für die letzte Aufnahmeperiode 2016-2018 wurden entsprechende Adaptierungen vorgenommen, um die Aussagekraft noch weiter zu
verbessern. Bei der Bewertung der Ergebnisse geht es nicht in erster Linie um Absolutwerte, sondern um die Darstellung von Entwicklungstrends auf Bezirksebene. Die vorliegenden Ergebnisse der letzten Erhebungsperiode 2016-2018 zeigen: Generell weisen die Regionen mit vorwiegend Mischwäldern höheren Wildeinfluss auf als jene mit hauptsächlich Nadel- oder Buchenwäldern. Etwa zwei Drittel der Bezirke weisten eine Verbesserung auf, in etwa einem Viertel der Bezirke ist der Wildeinfluss jedoch angestiegen. Nachhaltig wird sich die Situation aber erst verbessern, wenn der Wildeinfluss über mehrere
Perioden deutlich sinkt anstatt hin und her zu schwanken. Sieht man auf die Höhenentwicklung der verbissbeliebten Mischbaumarten Tanne und Eiche, so ergibt sich auch in der 4. WEM-Periode folgendes Bild: Tanne und Eiche kommen zwar in über neun Zehnteln der Bezirke vor, Tanne konnte sich aber in 47 % und Eiche in 65 % der Bezirke ihres Vorkommens nicht, oder kaum über 1,3 m hinaus entwickeln. Neben natürlichen Konkurrenzverhältnissen und waldbaulichen Behandlungen spielt dabei Verbiss eine wesentliche Rolle.