Diverse 63 / Festschrift: Eröffnung Forstliches Bildungszentrum Traunkirchen Vergrößern

Diverse 63 / Festschrift: Eröffnung Forstliches Bildungszentrum Traunkirchen

Jirikowski, W.; Lackner, Ch., Wurm, R. [Red]. 2018. Festschrift: Eröffnung Forstliches Bildungszentrum Traunkirchen. Bundesforschungszentrum für wald, Wien: 89 S. ISBN 978-3-903258-07-5

Mit Beiträgen von: Elisabeth Köstinger, Thomas Stelzer, Peter Mayer, Christoph Schragl, Franz Spitzer, Nikolaus Nemestóthy, Norbert Weigl, Wolfgang Jirikowski

 


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3 verfügbare Teile

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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Waldausbildung - zukunftsfit
Bildung macht das Leben lebenswerter
Grußwort
1. Das Forstliche Bildungszentrum Traunkirchen stellt sich vor
1.1. Was verbirgt sich hinter „FBZ“?
1.2. Die Partner am Standort
       Forstliche Ausbildungsstätte Traunkirchen des BFW
       Forstfachschule Traunkirchen
       Innovationscluster Nachhaltigkeit
       Einforstungsverband
2. Buchberg als Standort eines modernen forstlichen Bildungs zentrums
2.1. Die Jagdvilla des Karl Salvator in Buchberg
2.2. Das Projekt „Forstliches Bildungszentrum Traunkirchen“
2.3. Die bauliche Umsetzung
3. Wissen in den Wald bringen – forstliche Ausbildung im Wandel der Zeit
3.1. Geschichtlicher Abriss der Ausbildungs einrichtungen an den Standorten Hall, Gußwerk, Steinkogl und Gmunden
3.2. Die Forstwarteausbildung
3.3.Weiterbildung in der Forstwirtschaft im 21. Jahrhundert
3.4. Forsttechnik und forstliche Arbeits gestaltung als Themen schwerpunkte an der Forstlichen Ausbildungsstätte
4. Die Kaiser-Franz-Josef-Jugend heim stiftung „Hubertus“, ein Bindeglied in der forstlichen Bildungsarbeit

 Vorwort
Die forstliche Aus- und Weiterbildung ist seit über 100 Jahren mit dem Traunsee fest verbunden und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Begründet wurde sie von der Kaiser-Franz-Josef-Jugendheimstiftung – nach sehr strengen Regeln und starren Strukturen. Heute ist das anders: Das Konzept des neuen Forstlichen Bildungszentrums (FBZ) ist innovativ und wahrlich ein Meilenstein in Österreichs forstlicher Bildungs- und Forschungslandschaft. Es ist die einmalige Chance, ein europaweit einzigartiges,forstliches Aus- und Weiterbildungszentrum mit direkter Verbindung zur Forschung zu etablieren, und stellt die außergewöhnliche Verbindung von Lehre, dualem Bildungs system und lebenslangem Lernen im Rahmen der Weiterbildung dar. Es freut mich, dass es gelungen ist, die nun zweijährige Forstfachschule und die Forstliche Ausbildungsstätte an einem Standort zu vereinen: ein besonderes Vorzeigeprojekt, das als konstruktiver Holzbau im Niedrigenergiestandard und nach den Maßstäben des klima:aktiv-„Gold“-Standards erbaut wurde. Solarenergie, Photovoltaik und Biomasse-Fernwärme runden das Bild ab. Die moderne Schulinfrastruktur mit Mehrzwecksaal, zweckeingerichteten Lehrsälen und Werkstätten, Lehrforst sowie Übungsanlagen bilden die Basis für den bestausgebildeten Lehrkörper, die modernen pädagogischen Standards umzusetzen und so das Wissen den Schülerinnen und Schülern sowie den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern auf didaktischem Höchstniveau weiter zu geben. Lebenslanges Lernen und die ständige persönliche Weiterbildung sind Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung der Forstwirtschaft und der gesamten Wertschöpfungskette Holz. Das Forstliche Bildungszentrum ist dafür ein Garant. In Verbund mit dem neuen Bildungszentrum wird ein Innovationscluster Nachhaltigkeit etabliert, das somit an einer richtungsweisenden Schnittstelle zwischen Forschung, Ausbildung, Wirtschaft und Ingenieurpraxis in einer österreichischen Kernregion für Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit, dem Salzkammergut, seine Heimat finden wird. Damit wird ein neuer Akzent gesetzt, um auf die Fragen und großen Herausforderungen der Zukunft für die Wertschöpfungskette „Holz“, den Ländlichen Raum und zum Thema „Nachhaltigkeit“ Antworten geben zu können. Klimawandel, knapper werdende Ressourcen, technologische Weiterent wicklung, nationales und internationales Know-how sowie Innovations-Exchange und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind nur einige Schlagworte, die den Standort mit neuem Leben füllen werden. Zentral in Österreich gelegen, wird Traunkirchen ein Hotspot für interdisziplinäre Bildung, Forschung und Innovation rund um den Wald und das Holz, wo traditionelle praktische Aus- und Weiterbildung neben hochmoderner Forschung und Innovation ihren Platz finden werden. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wie z.B. der Universität für Bodenkultur, den Österreichischen Bundesforsten, den Universitäten Wien, Linz und Salzburg, der Akademie der Wissenschaften, der Geo logischen Bundesanstalt, aber auch internationalen Institutionen wird das FBZ mit seinem Innovationscluster für Nachhaltigkeit Forschungs- und Entwicklungsressourcen sowie fachbezogene KMUs und Start-Ups in der Region anziehen. Damit können wir die Zukunft der Forstwirtschaft und darüber hinaus die der Holzwirtschaft, aber auch des Ländlichen Raumes sowie der Menschen, die durch Klimawandel vor immer größeren Herausforderungen stehen, sichern und Antworten geben. Ich wünsche dem neuen Forstlichen Bildungszentrum, dass es der nationalen und internationalen Rolle Österreichs als Vorreiter im Bereich Forst- und Holzwirtschaft sowie im Ländlichen Raum gerecht wird und so seinen wichtigen Beitrag zu den Fragen der heutigen Zeit leistet.

Elisabeth Köstinger
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus