Diverse 44 / Lawine Vergrößern

Diverse 44 / Lawine

Adams M., Fischer J.T., Fromm R., Höller P., Huber A., Kofler A., Zeidler A. 2016. Die Lawine im Fokus. Bundesforschungszentrum für Wald, Wien: 37 S.


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46 verfügbare Teile

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Vorwort:
Das Risiko und die Digitalisierung der Lawine. Wenn man die Geschichte der Lawinenforschung in Österreich betrachtet, dann findet man ihren Ursprung im Jahr 1949. Ihre ersten Untersuchungen befassten sich mit dem Lawinenkataster und den damals neuen Verwehungsverbauungen. Man wollte wissen, wo Lawinen besonders großen Schaden anrichten und wie sich diese vermeiden oder reduzieren lassen. Zu diesem Zweck wurde die Forschungsstelle in der Wattener Lizum in Tirol eingerichtet. Man stellte sich erstmals die wissenschaftlichen Fragen: Wie setzt sich die Schneedecke zusammen? Welche Eigenschaften hat Schnee? Wie und warum ändern sich diese? Nutzung von Synergien: Die Einrichtung wurde 1955 der Wildbach- und Lawinenverbauung angegliedert. Dadurch konnten mehr Synergien genutzt werden. Die Erforschung von Schutzmaßnahmen und die Lawinenstatistik nahmen ihren Anfang. Sie sollte Klarheit über das Ausmaß von Opfern und Schäden schaffen. Bis 1985 bestand an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt (FBVA) in Wien Mariabrunn das „Institut für Wildbach- und Lawinenverbauung“, wovon ein Teil an einen Standort übersiedelte, wo die Lawine tatsächlich passiert: nach Innsbruck. Das „Institut für Naturgefahren“ in Innsbruck gibt es mit der Ausgliederung und Umwandlung der damaligen FBVA aus dem Ministerium BMLFUW in das Unternehmen BFW seit 2005. Der multidisziplinäre und integrative Ansatz und damit der Umgang mit wichtigen Themen wie Risiko, Widerstandsfähigkeit, aber auch technologischer Innovation, wie die Nutzung von unbemannten Luftfahrzeugen, wurden weiter gestärkt. Das BFW beweist damit im Sinne seines Mottos „Wir wissen alles über den Wald“ Kompetenz in einem umwelt- und gesellschaftspolitisch wichtigen Thema.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort Sektionschef DI Gerhard Mannsberger: Wissen über drohende Naturgefahren kann Leben retten
Vorwort DI Dr. Peter Mayer: Das Risiko und die Digitalisierung der Lawine
1 Die Lawine - eine wiederkehrende Bedrohung
2 Verschiedene Typen: Die Lawine und ihre Eigenschaften
3 Entstehung von Schnee
4 Schneedeckenaufbau und das Problem der Schwachschichten
5 Wald als Schutz vor Lawinen
6 Methode: Stumme Zeugen
7 Schutzmaßnahmen zwischen Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
8 Experiment Lawinendynamik
9 Präzise: Mit Laserscanning Schneehöhen messen
10 Verschiedene Wege, eine Lawine zu rekonstruieren
11 Die Lawine im Labor
12 Unbemannte Luftfahrzeuge in friedlicher Mission
13 Klimawandel und Lawinen: Ein Szenario
14 Risiko und Restrisiko
15 Lawinenforschung an den Universitäten
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