Forstschutz Aktuell 46/2009 Vergrößern

Forstschutz Aktuell 46/2009

Steyrer G., Tomiczek Ch., Lackner Ch. [Red.]; Forstschutzsituation 2008 in Österreich - Erhebungen und Diagnosen des BFW und Dokumentation der Waldschädigungsfaktoren 2008.

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10 verfügbare Teile

6.00 €

Inhaltsverzeichnis

  • Tomiczek, Ch.; Cech, Th.L.; Fürst, A.; Hoyer-Tomiczek, U.; Krehan, H.; Perny, B.; Steyrer, G.: Forstschutzsituation 2008 in Österreich
  • Steyrer, G.; Krehan, H.: Borkenkäfer-Kalamität 2008: Ist ein weiterer Rückgang wahrscheinlich?
  • Hoyer-Tomiczek, U.; Cech, Th.L.: Situation der Quarantäne-Schadorganismen im Jahr 2008
  • Fürst, A.: Österreichisches Bioindikatornetz ¿ Schwefelimmissionseinwirkungen 2007 und erste Ergebnisse 2008
  • Steyrer, G.; Krenmayer W.; Schaffer, H.: Dokumentation der Waldschädigungsfaktoren (DWF) 2008
  • Karten



Kurzfassung

Mehr als 10 Millionen Festmeter Schadholz durch Sturm und Schnee prägten die Forstschutzsituation im Jahr 2008. Die Hälfte fiel in der Steiermark infolge der Winterstürme an. Die Schäden durch Borkenkäfer gingen auf knapp zwei Millionen Festmeter zurück, in Niederösterreich stiegen sie jedoch stark an. Blatt- und nadelfressende Schmetterlingsraupen blieben weitgehend unauffällig. Invasive Arten, wie die Kiefernrandwanze Leptoglossus occidentalis, der Asiatische Marienkäfer Harmonia axyridis und die Platanengallmücke Obolodiplosis robiniae vergrößerten ihr Verbreitungsgebiet. Betreffend Pilzkrankheiten wurden 2008 Schäden durch Schüttepilze, Rostpilze und Triebsterben sowohl im Wald wie auch in Christbaumkulturen gemeldet. Das Eschentriebsterben wurde häufiger, die Anzahl abgestorbener Eschen nahmzu. Untersuchungen bestätigen, dass der Mikropilz Chalara fraxinea das entscheidende Pathogen beim Eschentriebsterben ist. Eine Diplomarbeit befasste sich mit der Massaria-Krankheit an Platanen in Wien. Mycosphaerella dearnessii (Lecanosticta-Krankheit der Kiefer) wurde 2008 erstmals in einem Waldstück in Niederösterreich nachgewiesen. Der Asiatische Laubholzbockkäfer Anoplophora glabripennis in Braunau konnte trotz intensiver Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen nicht ausgerottet werden; auch 2008 wurden zehn befallene Bäume gefunden und vernichtet. Entlang von Flussläufen stiegen vereinzelt die Schäden durch Biber an.