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BFW-Dokumentation 13/2010

Schüler S., Weißenbacher L.: Herkunftsversuche mit Stiel- und Traubeneiche aus Österreich und angrenzenden Ländern = Provenance trials with seed sources of pendunculate and sessile oak originating from Austria and neighbouring countries.



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Kurzfassung

Das Projekt "PROEICHE" hatte das Ziel, einen Herkunftsversuch mit Stiel- und Traubeneiche aus Österreich und den angrenzenden Ländern aufzubauen. Langfristiges Ziel dieses Versuchs sind die Erfassung der genetischen Variation hinsichtlich Wuchsleistung, Formeigenschaften, Widerstandsfähigkeit gegenüber biotischen und abiotischen Schadfaktoren, Reaktionen auf veränderte Umweltbedingungen bei Verfrachtung in andere Klimaregionen, sowie die grundsätzliche Eignung der zu prüfenden Herkünfte für die potenziellen Eichenanbaugebiete in Österreich (insbesondere das nördliche Alpenvorland, das Weinviertel und der Südosten Österreichs).
Im Herbst/Frühjahr 2007/2008 wurden fünf Versuchsflächen mit einjährigen Topfpflanzen in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Oberösterreich angelegt. Getestet werden 22 Herkünfte. Vierzehn österreichische und acht ausländische Nachkommenschaften zugelassener Eichensaatguterntebestände werden auf Anbaueignung und auf ihre Wuchseigenschaften hin geprüft. Erstmalig wurde bei der Beerntung des Saatgutes auf die Trennung nach Mutterbäumen geachtet, d.h. es wurden pro Bestand bzw. Beerntung jeweils 22 Einzelbäume beerntet und das Saatgut getrennt behandelt, angebaut und ausgebracht. Erste Ergebnisse aus dem Forstgarten liegen für die Keimrate und das Austrieb- und Wuchsverhalten vor. Ebenso liefern erste Feldaufnahmen aus dem Jahr 2009 wichtige Erkenntnisse zum Anwuchsverhalten und Jugendlichen Höhenwachstum auf den Versuchsflächen. Schon diese Ergebnisse zeigen, dass die verschiedenartigen Flächencharakteristika bzgl. Klima und Boden zu Unterschieden in den Ausfallraten und mittleren Pflanzenhöhen führen. Auf den Flächen Dürnbach und Matzen sind die österreichischen Herkünfte Braunsberger Wald, Linz und Luising die bestwüchsigsten Herkünfte. Auf der Fläche Weyerburg führt die Herkunft Klagenfurt vor den Herkünften Linz und Geinberg. Dagegen sind auf den Versuchsflächen Wels/Puchberg und Weistrach im nördlichen Alpenvorland die beiden Slavonischen Stieleichen - spät treibend und normal treibend - führend, eng gefolgt von den regionalen oberösterreichischen Herkünften. Diese ersten Ergebnisse können allerdings noch nicht zu vollständigen und uneingeschränkten Herkunftsempfehlungen führen, denn das Jugendwachstum ist nur ein für die Praxis wichtiger Merkmalskomplex. Trotzdem geben sie wichtige Hinweise auf das Wachstum im Sämlingsalter und auf die Stabilität unter unterschiedlichen Umweltbedingungen.

Inhaltsverzeichnis
•    Kurzfassung
•    Abstract
•    1. Einleitung
•    2. Vorbereitung
o    2.1 Auswahl der Erntebestände
o    2.2 Saatgutbeerntung
o    2.3 Saatgutuntersuchungen
o    2.4 Aussaat im Versuchsgarten des BFW in Mariabrunn
o    2.5 In vivo Keimrate
o    2.6 Pflege im Pflanzgarten
•    3. Umsetzung
o    3.1 Versuchsflächenvorbereitung (Mulchen, Zaunbau)
o    3.2 Versuchsflächenplanung ¿ Flächeneinmessung
o    3.3 Herkunftsverteilung auf die Versuchsflächen
o    3.4 Anlage der Versuchsflächen
•    4. Freiland
o    4.1 Pflege der Flächen
o    4.2 Erste Aufnahmen auf den Flächen
o    4.3 Nachbesserung mit identischem Pflanzenmaterial
o    4.4 Erste Informationen an die Praxis
•    5. Ergebnisse
o    5.1 Saatgutuntersuchungen
o    5.2 Aufnahme der Keimrate (in vivo) und des Keimungsverlaufs
o    5.2.1 Keimrate Ende April
o    5.2.2 Auflauf- bzw. Keimrate Ende September
o    5.3 Wuchsleistung im Versuchsgarten
o    5.3.1 Mittlere Höhen nach der ersten Vegetationsperiode
o    5.3.2 VerhältnisWuchsleistung - Tausendkorngewicht (TKG)
o    5.4 Ausfälle auf den Versuchsflächen im Pflanzenalter 2 Jahre
o    5.5 Sämlingshöhe im Pflanzenalter 2 Jahre
o    5.5.1 Höhenwachstum im Detail
o    5.5.1.1 Wels/Puchberg undWeistrach im Alpenvorland
o    5.5.1.2 Weyerburg und Matzen imWeinviertel
o    5.5.1.3 Dürnbach im Südosten Österreichs
o    5.5.2 Höhenentwicklung - Resümee
•    6. Ausgangsbestände
o    6.1 Bonitur der im Versuch getesteten Saatguterntebestände
o    6.2 Generhaltung und Vermehrung im Versuch geprüfter Herkünfte
•    7. Schlussfolgerungen
•    8. Anhang
o    8.1 Detaillierte Informationen zu den beernteten Herkünften
o    8.2 Lage und Umriss der Versuchsflächen
o    8.2.1 VersuchsflächeWels/Puchberg - Flächennummer 2/7/F3-190/07
o    8.2.2 VersuchsflächeWeistrach - Flächennummer 2/7/F3-191/07
o    8.2.3 VersuchsflächeWeyerburg - Flächennummer 2/7/F3-192/07
o    8.2.4 Versuchsfläche Matzen - Flächennummer 2/7/F3-193/07
o    8.2.5 Versuchsfläche Dürnbach - Flächennummer 2/7/F3-194/07