Großer Frostspanner,Raupe
Großer Frostspanner,Raupe, Fraßbild
Kleiner Frostspanner,Raupe, Fraßbild

Kleiner Frostspanner,Raupe, Kot
Schneespanner,Raupe, Fraßbild
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Raupenplage in Ostösterreich
Im Wald und in den Parkanlagen "rieselt leise der Raupenkot", Blattdächer werden schütter, die Blätter sind
durchlöchert oder ausgefranst. Während der vergangenen Tage haben die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten eine
auffallend hohe Fraßaktivität an den verschiedensten Laubbaumarten entwickelt. Besonders stark betroffen sind
Obstbäume, Ahorn, Hainbuche, Esche, Eichen und Linden. Die Palette der Schädlinge ist regional unterschiedlich,
zählt jedoch weitgehend zum Frostspannerkomplex. Im Einzelnen sind der Große (Erannis defoliaria) und der
Kleine (Operophtera brumata) Frostspanner, der Schneespanner (Apochemia pilosaria) und der Eichenwickler
(Tortrix viridana)
als Hauptverursacher der Fraßschäden zu nennen. Vermehrt wurden aber auch bereits Jungstadien des Schwammspinners
(Lymantria dispar) und
des Goldafters (Euproctis chrysorrhoea) beobachtet.
Um über die Entwicklungstendenz des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) zu berichten, ist es
noch verfrüht.
Welche Schäden sind zu erwarten?
Wenn nicht die gesamte Blattmasse eines Baumes durch den Fraß zerstört wird, stellt dies für den betroffenen Baum
meist kein großes Problem dar. Nach dem Fraß treiben aus den schlafenden Knospen
neue Blätter aus, so dass bereits im
Juli ein Großteil der abgefressenen Blätter wieder ersetzt wird.
Anders ist die Situation, wenn ein Kahlfraß stattfindet, also alle Blätter eines Baumes gänzlich gefressen wurden.
Tritt eine derartige Situation nur einmal auf (also nicht an 2 hintereinander folgenden Jahren), bedeutet dies mit Ausnahme
der "ringporigen Laubhölzer" (z.B. Eichen), dass ein derartiger Fraß und bei normalen Witterungsbedingungen in der Regel auch
zu keinem Absterben des Baumes führt. Anders aber, wenn die Entlaubung wiederholt und in Zusammenwirken mit großer Trockenheit
und Hitze auftritt. In diesem Fall ist mit dem Absterben der Bäume zu rechnen.
Sind Maßnahmen zum Schutz der Bäume nötig?
In der Regel müssen keine Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden. Bei Gefahr eines wiederholten Kahlfraßes oder
in Obstbaumkulturen empfiehlt sich jedoch der Einsatz von gesetzlich zugelassenen Pflanzenschutzmitteln. Diese können
auch an größeren Bäumen mittels Ultra Low Volume - Verfahren ausgebracht werden.
Wenn schon zu Pflanzenschutzmittel gegriffen wird, empfiehlt sich der Einsatz "umweltschonender",
biotechnischer oder biologischer Präparate, wie z.B. Häutungshemmer
oder BT-Präparate (Bacillus thurengiensis). Empfehlungen finden Sie unter http://bfw.ac.at/400/1243.html (Pflanzenschutzmittelverzeichnis)
Weitere Bilder zum Downloaden finden Sie unter: http://bfw.ac.at/400/2270.html
Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Fachliche Fragen: Dipl.Ing. Dr. Christian Tomiczek, Tel. +43-(0)1/87838 - 1218 Dipl.-Ing. Hannes Krehan, Tel.
+43-(0)1/87838 - 1128 Dipl.- Ing. Bernhard Perny, Tel. +43 (0)1/87838 - 1103
Weitere Bilder oder Auskünfte: Dipl.- Ing. Christian Lackner, Tel. +43 (0)1/87838
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Christian Lackner, Öffentlichkeitsarbeit
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Seckendorff-Gudent-Weg 8, 1131 Wien
Tel. +43 (0)1/87838 - 0, christian.lackner@bfw.gv.at, http://bfw.ac.at und www.waldwissen.net
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