Einsatz von anerkannten Stammschutzmitteln (Insektiziden) zur vorbeugenden und bekämpfenden Ausbringung gegen Borkenkäfer
Brandl J.

 

Stammschutzmittel (Insektizide)

Wenn die bekämpfende Anwendung frühzeitig erfolgt, solange die Borkenkäfer noch nicht eingebohrt sind und die Käfer vor der Eiablage von der Brühe erfasst werden, kann ein positives Bekämpfungsergebnis erzielt werden. Voraussetzung dafür ist aber eine gründliche allseitige Benetzung des Nadelholzes, die bei besonders grobrindigen Stämmen (z.B.Kiefer) schwer zu errreichen ist.

Die Stämme sollen zum Zeitpunkt der Behandlung trocken sein. Bei der Fichte muß mit ca. 150ml Brühe je m² Rindenoberfläche, bei der Kiefer mit bis zu 250ml Bekämpfungsbrühe pro m² gerechnet werden.

Bei sehr grobborkigem Holz ist bei der bekämpfenden Anwendung meist mit einer Wirkungsminderung zu rechnen.


Borkenkäfer bei Fichte

Ips typographus
Pityogenes chalcographus
Trypodendron lineatum



Borkenkäfer bei Kiefer

Tomicus piniperda
Ips cembrae, Ips sexdentatus


Ausbringungsgeräte

Gloria-Hochdruckspritzen, Motor-Rückenspritzen oder Traktoraufsattelspritzen

Die Ausbringung sollte gründlich und sorgfältig durchgeführt werden, ein überflüssiger Spritzmittelverlust sollte vermieden werden.

Bei gestapeltem Holz (Gantern) sollten die Außenseiten gründlich benetzt werden. Bekämpftes Holz darf nicht mehr wassergelagert werden.

Beipackzetteln sollten genau durchgelesen werden.

Bei vorbeugender Ausbringung darf sich noch kein rindenbrütender Käfer eingebohrt haben.

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