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| Borkenkäferkatastrophe 2003: Vier Borkenkäfergenerationen in Süd- und Ostösterreich | ||
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Käferbaum ![]() Buchdrucker mit frischem Brutbild
Bohrmehl in Spinnennetz am Stammfuß
frisches Einbohrloch |
Die extreme und lang anhaltende Hitzeperiode im Sommer 2003 hat in Österreich zu einer besorgniserregenden
Borkenkäfermassenvermehrung geführt. Das Ausmaß der frisch befallenen Bäume und der noch folgenden Schäden
wird nach ersten Schätzungen vor allem in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und
besonders im Burgenland um ein Vielfaches ansteigen. Man rechnet mit ähnlich hohen Schadholzmengen wie im Jahr 1992.
Ursachen für die Borkenkäferexplosion
Bekämpfungsmaßnahmen Auf Grund der enormen Anzahl von neu attackierten Bäumen, muss als oberstes Prinzip der Bekämpfung die unverzügliche Entfernung dieser Bäume aus den Beständen oder die Entrindung angeführt werden. Diese Bäume zeigen über den gesamten Stammbereich frischen, braunen Bohrmehlaustritt, die Benadelung ist jedoch noch normal grün.Bäume, die jetzt vergilbte oder braune Nadeln zeigen, sind bereits durch den Käferbefall abgetötet worden. Der Großteil der Käfer hat diese Wirtsbäume bereits verlassen (zahlreiche Ausbohrlöcher). Wenn in diesen Bäumen noch hellbraune Jungkäfer vorhanden sind, so sind auch diese Bäume zu entfernen. Eine Entrindung würde die Jungkäfer nicht abtöten. Da neben dem Buchdrucker (Großer 8-zähnge Fichtenborkenkäfer Ips typographus) auch der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) in Massen vorkommt, muss auch befallenes Astmaterial und Schlagabraum behandelt werden. Hier eignet sich die Verhäckselung durch mobile Maschinen am besten. Das Legen von Fratten an sonnenexponierten Stellen fördert ebenfalls die rasche Austrocknung des Holzes und verhindert die Ausreifung der Käferbrut. |
| 19.8.2003 Rückfragen: Hannes Krehan | Index | Waldschutz | Suche |