| Frostschäden bei Thujen und Scheinzypressen | |
| Cech Th., Tomiczek Ch. | |
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Frost ![]() durch Frost abgestorbener Thujenzweig ![]() Kabatina thujae |
In weiten Teilen der Osthälfte des Bundesgebietes hat der vergangene Winter Thujen und Scheinzypressen übel mitgespielt.
Rotbraune Zweige leuchten aus dem üppigen frühsommerlichen Grün der Gärten.
Ursache dafür waren lang anhaltende Winterfröste vor allem im Dezember und Januar, sowie vermutlich eine reduzierte Frosthärte infolge der niederschlagsreichen Witterung im Vorjahr. Die Intensität der Schäden variiert beträchtlich: am häufigsten sind braunrot "gesprenkelte" Hecken, wo +- gleichmäßig verteilt Astpartien zur Gänze abgestorben sind. Massiver frostgeschädigte Hecken sind über weite Strecken gänzlich braun. Das Schadbild konzentriert sich an den Ost- und Südseiten der Hecken, wo durch die Sonne die Austrocknung massiver ausgefallen ist. Besonders massiv sind die Erscheinungen im Weinviertel zu beobachten, wo in Straßennähe auch Streusalzeinwirkung zum Schadbild beigetragen hat. Die abgestorbenen Zweige und Äste werden gewöhnlich von Folgeparasiten besiedelt. Unter den Mikropilzen ist es in erster Linie Kabatina thujae, die sich in den absterbenden Schuppenblättern und Zweigen ausbreitet, gelegentlich vermehren sich auch Pestalotia-Arten. Wenn die Schäden auf einzelne Zweige beschränkt geblieben sind, sind Maßnahmen nicht notwendig. Flächig braune Hecken sollten aus hygienischen Gründen ausgelichtet werden und das abgestorbene Material sollte entsorgt werden, um einer weiteren Vermehrung der Folgeschädlinge vorzubeugen. Insbesondere, wenn man abgestorbene Zweige nicht entfernen möchte, sollte auf jeden Fall vermieden werden, die Hecken mit Wasser zu besprühen (Rasensprenger), da man sonst der Vermehrung der genannten Folgeschädlinge Vorschub leistet. Eine chemische Bekämpfung ist im allgemeinen nicht notwendig, es sei denn, es haben sich Nadelholzspinnmilben in den Hecken bereits stark vermehrt. |
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27.6.2003 Rückfragen: Thomas Cech |
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