| Douglasienschäden | |
| Tomiczek Ch., Cech Th. | English |
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![]() Schäden im Bestand ![]() Rötung und Absterben älterer Nadeljahrgänge ![]() Nadeln mit Russiger Douglasienschütte |
Gegenwärtig sind in den Douglasienanbaugebieten Ostösterreichs gravierende Nadelverluste und Nadelverfärbungen zu beobachten. Besonders betroffen sind 10 - 20-jährige Bestände im Wein- und Waldviertel, die im vorangegangenen Winter durchforstet oder aufgeastet wurden. SchadenssymptomeGleichzeitig und oft sogar am selben Standort sind zwei verschiedene Schadbilder erkennbar.Der Großteil der betroffenen Bäume begann im März/April 2003 mit einer plötzlichen Fahlverfärbung der Nadeln und einem Nadelverlust im gesamten Kronenbereich, der zur Stamm hin stärker ausgeprägt war als im Bereich der jüngeren Nadeljahrgänge. Die verfärbten Nadeln selbst weisen häufig Befall durch die Russige Douglasienschütte auf. Untersuchungen des Kambial- und Phloemgewebes zeigen ein Absterben der betroffenen Ast- und Zweigpartien. An Kuppenlagen und Südhängen ist dieses Schadbild stärker vertreten als in anderen Standortsbereichen. Beim zweiten Schadbild kommt es zu einer deutlich erkennbaren Rotfärbung meist im Wipfelbereich der Douglasien. Tiefer gelegene Ast- und Stammpartien zeigen keine oder nur geringe Schädigungen. Hier sind bevorzugt untere Hanglagen sowie Nordost- bis Südwestexpositionen betroffen. Ein Zusammenhang mit Douglasienschütte ist nicht feststellbar. Schadensursache(n) Die Douglasienschäden dürften auf Frosttrocknis bzw. auf Frosttrocknis und Spätfrost und Strahlungsfrost zurückzuführen sein. Durchforstung und Astung könnten hier insoferne Einfluß gehabt haben, als die Freistellung eine stärkere Besonnung der Baumkronen zugelassen hat. Einige Probenuntersuchungen haben überdies gezeigt, dass ein Teil der Schäden schon aus dem Winter 2001/2002 datiert (deutlich reduzierte Trieblängen 2002).Auswirkungen auf die DouglasieEinzelbäume aber auch ganze Bestände zeigen zum Teil Nadelverluste von mehr als 80%. Hier ist genau so wenig eine Erholung bzw. Genesung zu erwarten wie bei jenen Bäumen, deren Kambium bereits weitgehend verfärbt und tw. abgestorben ist. Geringere Nadelverluste bzw. wenn nur kleinere Kronenpartien betroffen sind, besteht noch Hoffnung auf ein "Auswachsen der Schäden", doch stellen auch hier Folgeschäden durch die Phomopsis-Krankheit der Douglasie (Rindenschildkrankheit), sowie Borkenkäfer und Hallimasch eine potentielle Gefahr dar.MaßnahmenStärker befallene Bäume sollten aus dem Bestand entfernt werden; wo ganze Bestände betroffen sind, empfiehlt sich der vorzeitige Abtrieb und Umwandlung der Flächen mit anderen Baumarten. Da bereits jetzt Borkenkäfer an den betroffenen Bäumen feststellbar waren, ist hier besondere Vorsicht geboten, um nicht die angrenzenden Nadelbaumbestände bzw. vorgeschädigte Douglasien auch noch zu verlieren. |
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20.5.2003 Rückfragen: Christian Tomiczek |
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