| Sturmschäden und Borkenkäfergefahr | |
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![]() Sturmschäden, Steiermark ![]() großflächiger Windwurf, Steiermark Borkenkäfergefahr in den Windwurfgebieten PDF, 985k Byte |
Windspitzen bis über 150 km/h haben zwischen Oktober 2002 und 03.01.2003 in weiten Teilen Österreichs, lokal jedoch sehr unterschiedlich, zu Windwürfen und Windbrüchen in Waldbeständen geführt. Nach vorläufigen Erhebungen der Landesforstdirektionen (Tabelle) dürfte die Schadholzmenge insgesamt etwa 5 Mio fm betragen und liegt damit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, andererseits aber auch "nur" bei rd. 50% der Sturmschadenskatastrophe 1990.Service-Leistungen des BFWDas BFW unterstützt die von Windwurfkatastrophen betroffenen Waldbesitzer und Behörden auf dem Weg über das Internet mit Informationen. An erster Stelle der Sofortmaßnahmen steht die Aufarbeitung geworfener Bestände. Daher ist in den meisten Fällen die Kontaktaufnahme zu Harvester-Unternehmen der allererste Schritt. Weitere Hilfe bei den Sofortmaßnahmen bietet Ihnen die Forstliche Ausbildungsstätte Ort/Gmunden im Rahmen von eigenen Kursen für die Aufarbeitung von Windwürfen an.Borkenkäferkatastrophe in Sicht?Für gewöhnlich bedeutet ein größerer Schadholzmengenanfall durch Sturm und Schnee auch einen Anstieg der Borkenkäferschadholzmengen, der jedoch meistens erst zwei bis vier Jahre später zum Tragen kommt. Diesmal gilt es jedoch zu beachten, dass die Ausgangspopulationen des Buchdruckers sowie des Kupferstechers wesentlich über dem "Eisernen Bestand" liegen und eine rasche Schädlingsvermehrung bei günstigen Witterungsbedingungen leicht möglich ist.Was ist zu tun?Servicehotline zum Thema "Borkenkäferbekämpfung"01-87838 - 1128 oder 1145 oder 1133Forschung zu Sturmschäden im AuslandSchweizIm vergangenen Jahrzehnt hatten zwei europäische Sturmkatastrophen die Schweiz in besonderem Ausmaß betroffen: "Vivian" im Februar 1990 und "Lothar" im Dezember 1999. "Vivian" war der Anlass für eine intensive Forschungstätigkeit an der WSL zur Entwicklung der geschädigten Bestände gewesen, so dass 9 Jahre danach bereits reichliche Erfahrungswerte vorlagen, die nach "Lothar" wertvoll genutzt werden konnten. Manche der hier veröffentlichten Untersuchungsergebnisse können für Österreichische Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen bei der Problembewältigung dienlich sein. |
| 30.4.2003 Rückfragen: Hannes Krehan | Index | Waldschutz | Suche |