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Diagnoseservice am Institut für Waldschutz

Untersuchungen von Pflanzenproben

Am Institut für Waldschutz des BFW werden seit mehr als 50 Jahren jährlich ca. 500 Pflanzenproben hinsichtlich der Ursache ihrer Schädigung untersucht. Das Spektrum umfaßt von Ziergehölzen über Obstbäume bis zu Waldbäumen alle verholzten Pflanzen. Die Analysen erfolgen im Rahmen eines jedermann zur Verfügung stehenden Service. Dieses wird ganzjährig von Waldbesitzern und Forstbetrieben, aber auch von Christbaumzüchtern, Baumschulen, Gärtnereien und nicht zuletzt von zahlreichen Gartenbesitzern in Anspruch genommen.

Kosten

Für die Analysen werden pro Pflanzenart und Probe 40,65€, für ein schriftliches Gutachten zusätzlich 16€ verrechnet.

Die Ansprechpartner

Folgende Mitarbeiter des Institutes für Waldschutzes sind mit der Untersuchung von Pflanzenproben befaßt:

Dr.Thomas Cech, Tel.: 0043/1/878 38/1147
Dipl.Ing.Hannes Krehan, Tel.: 0043/1/878 38/1128
Dipl.Ing.Bernhard Perny, Tel.: 0043/1/878 38/1145
Dr.Christian Tomiczek, Tel.: 0043/1/878 38/1133


Die Untersuchung

Die Proben erreichen die Bundesamt und Forschungszentrum für Wald entweder auf dem Postweg oder sie werden direkt zum Institut für Waldschutz gebracht, wo die Bearbeitung des Schadensfalles im Beisein des Kunden ad hoc erfolgt. Anhand der vorhandenen Symptome und Organismen (z.B. Insekten, Pilze, Bakterien) werden die Ursachen für die Schäden identifiziert.

Die Analyse umfaßt verschiedene Untersuchungsebenen. Nach einer makroskopischen Erfassung der Symptome bzw. der Schadorganismen folgen stereomikroskopische und im Bedarfsfall durchlichtmikroskopische, seltener auch Untersuchungen mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskopes. Im Bedarfsfall werden auch Isolate von Mikropilzen bzw. Bakterien aus Gewebeproben gewonnen und die Organismen bestimmt bzw. einige andere Labortests durchgeführt.

Bei Verdacht auf anthropogene Schadensursachen können die Pflanzenproben nach Rücksprache mit dem Kunden an andere Institute des BFW zur chemischen Analyse weitergeleitet werden, wobei hier zusätzliche Kosten anfallen. Dies gilt auch für Differentialdiagnosen am Standort.

Nach Abschluß der Analysen werden dem Kunden Maßnahmen zur Bekämpfung der Schadensursachen bzw. zur Vermeidung zukünftiger Schäden empfohlen. Dies erfolgt mündlich oder auf Wunsch des Kunden auch in Form eines schriftlichen Gutachtens.


Richtige Entnahme von Pflanzenproben







Formularblatt

Eine Diagnose ist meistens nur anhand von Pflanzen möglich, die zum Zeitpunkt der Probenahme noch gelebt haben. Dies gilt auch für Pflanzenteile: ein zur Gänze abgestorbener Ast ist ein weniger geeignetes Objekt als ein Ast, der noch lebende Gewebe aufweist.

Da oft ganz bestimmte Phasen der Erkrankung für die Diagnose maßgeblich sind, empfiehlt es sich, Probenmaterial verschiedener Stadien (von fast gesund bis tot) einzusenden.

Es gilt daher: lieber zu viele und zu große Proben – als zu wenig oder zu kleine.

Zur Probeneinsendung erbetene zusätzliche Daten

Eine optimale Diagnose von Schadensursachen an Bäumen und Sträuchern erfordert in den meisten Fällen eine Reihe von zusätzlichen Informationen über das Umfeld des Schadensauftretens wie zum Beispiel Standortsfaktoren, anthropogene Einflüsse während der vergangenen Jahre oder klimatische Besonderheiten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn komplexe Ursachen vorliegen. Aus diesem Grund sind am Institut für Waldschutz des BFW Probenbearbeitungen sowie Zusatzinformationen in einer umfassenden Datenbank (SDIS – Schadensdiagnose und –Informationssystem) gespeichert. Dadurch erwarten wir bei der Bearbeitung neuer Proben einen verbesserten Zugang zu Erfahrungswerten und damit eine Steigerung der Effizienz bei den Diagnosen.
Die Realisierung dieses Vorhabens hängt jedoch zum wesentlichen Teil von der Mithilfe unserer Kunden ab. Deshalb dürfen wir an Sie die Bitte richten, beiliegendes Formularblatt nach bestem Wissen auszufüllen und uns mit den Pflanzenproben zuzusenden. Wir stehen selbstverständlich jederzeit für Rückfragen auch telefonisch zur Verfügung.


Was ist bei der Einsendung zu beachten ?

Pflanzenproben möglichst sauber in Papier oder Pappkarton verpacken und raschest an das BFW senden.

Eine Verpackung in Kunststoffsäcken führt oft zum Verfaulen oder Verschimmeln – eine Diagnose ist dann unmöglich!

Rahmen-Informationen zum Schadensfall – Schadensdokumentations- und -informationssystem

Mehrere Proben derselben Pflanzenart werden hinsichtlich der Kosten für die Bestimmung der Schadensursache als eine Probe gewertet. Das BFW ist verpflichtet, für Proben die tarifgemäßen Gebühren zu verrechnen. Ausgenommen sind Einsendungen im „öffentlichen Interesse“, die von Behörden oder Bundesdienststellen stammen.

Pflanzenproben adressieren an: Bundesamt und Forschungszentrum für Wald (BFW), Institut für Waldschutz, Seckendorff-Gudent-Weg 8, A-1131 Wien.

Zusatzvermerk: Pflanzenproben.


03-AUG-00; Rückfragen: Christian Tomiczek Index | Institut für Waldschutz | Suche |