Dr. Gerwin Keller verstorben  
   

Am 22. November 2003 ist Dr. Gerwin Keller, Abteilungsleiter für Bodenbiologie am Bundesamt und BFW nach schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren verstorben. Dr. Keller wurde am 10. 12. 1952 in Dalaas, Vorarlberg geboren. Er studierte Mikrobiologie und Biochemie an der Universität Innsbruck und promovierte am 17.5.1980 mit Auszeichnung. Dem erfolgreichen Abschluss des Studiums folgten wissenschaftliche Aufenthalte an den Universitäten Washington, Konstanz und Bonn. Als Fulbright- bzw. Humboldtstipendiat konnte er in dieser Zeit seine Fachkenntnisse in der Mykorrhizaforschung vertiefen und den Grundstein für seinen hervorragenden wissenschaftlichen Ruf legen.

Dr. Keller trat 1986 in den Dienst der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, der Vorgängerin des heutigen BFW, und wurde 1997 zum Leiter der Abteilung Bodenbiologie bestellt. In dieser Abteilung mit Sitz in Imst beschäftigte er sich mit der Bedeutung der Mykorrhiza für Bäume in den Hochlagen. Dr. Keller erwarb sich dabei ein einzigartiges Wissen in Mykosoziologie und Mykotrophie; viele Vorträge und Publikationen in internationalen Zeitschriften belegen eindrucksvoll sein wissenschaftliches Schaffen. Neben seinen Forschungsarbeiten hat er aber auch der forstlichen Praxis durch die Produktion von Mykorrhizainokulum für die Hochlagenaufforstung wertvolle Dienste erwiesen. Neben seinen fachlichen Qualitäten war uns Dr. Keller durch seine besonnene Umgangsweise und Kollegialität im Arbeitsalltag ein Vorbild. Die große Freude, die Dr. Keller an seiner Arbeit empfand, war für uns alle spürbar und wurde auch durch seine schwere Krankheit nicht geschmälert. Allen massiven Krankheitsfolgen zum Trotz setzte er sein Werk mit vollem Einsatz fort. Dem BFW wird neben seiner Fachkompetenz auch ein sehr geschätzter Mitarbeiter fehlen. Alle von uns, die ihn gekannt haben, sind dankbar dafür, dass sie ein Stück des Weges gemeinsam mit ihm gehen durften.