Forstliche Mykorrhizaforschung
Keller, G.


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Forstliche Mykorrhizaforschung

Im Rahmen der Forstlichen Mykorrhizaforschung innerhalb des Bodenbiologischen Labors in Imst bearbeiten wir wissenschaftliche Projekte zur Ökologie, Soziologie und Taxonomie von symbiontischen Pilzen, insbesondere von Ektomykorrhizapilzen, die mit forstlich genutzten Waldbäumen vergesellschaftet sind.

Die unserer Arbeit vorangestellten Zielsetzungen richten sich auf eine Abschätzung der ökologischen Bedeutung von Mykorrhizapilzen gegenüber einer nachhaltigen forstlichen Produktivität bzw. betreffen den Beitrag der Symbiosepartner zur biologischen bzw. funktionellen Diversität von naturnahen oder forstlich andersartig bearbeiteten Beständen. Um dies zu erreichen, führen wir Untersuchungen zur Taxonomie, Systematik, Soziologie, Artenvielfalt und zum ökologischen Stellenwert von forstlich relevanten Mykorrhizapilzen durch. In praxisorientierten Projekten untersuchen wir, welchen Beitrag Mykorrhizapilze bei Aufforstungsmaßnahmen und bei der Sanierung von degradierten Waldbeständen leisten können.

Zu unserem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich gehört auch die Herstellung von Mykorrhiza-Inokulum für die forstliche Praxis.

Themenschwerpunkte

  • Biologie und Ökologie von Mykorrhizapilzen der subalpinen und montanen Stufe
  • Artenvielfalt, Stellenwert und Sukzession von Mykorrhizapilzen
  • Praktische Anwendung der Mykorrhiza im Forstgarten, bei Aufforstungen und
  • Sanierungsmaßnahmen
  • Umweltbedingte Veränderungen der Mykorrhiza-Diversität
  • Systematik von Mykorrhizapilzen, Verbreitung von Mykorrhizapilzen (Macromycetes)

Unser wissenschaftlicher Ansatz ist vielfältig. Er reicht von der taxonomischen Bestimmung einer einzelnen Pilzart bis hin zu Durchführung von vielschichtigen Freilanduntersuchungen. Zudem werden wissenschaftliche und angewandte, praxisorientierte Aspekte der Mykorrhiza in unseren Projekten nebeneinander bearbeitet. Neue Projekte in Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Partnern werden angestrebt, um solche Themenbereiche zu erschließen, die nur in einem gemeinsamen Ansatz bearbeitet werden können.

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