Bundesamt und BFW





























 - Index
Empfehlungen für die sachgerechte Düngung von Christbaumkulturen
Mutsch F.



2. Standortsansprüche

3. Nährstoffentzug, Nährstoffbedarf

4. Mangelerscheinungen

5. Nadeluntersuchung

6. Bodenuntersuchung und Bodenrichtwerte

7. Düngung und Düngewirkung

8. Kulturen auf Waldboden, Mykorrhiza

Literatur, Zusatzinformationen

Begleitformular

Autoren




1 Einleitung und Fragestellungen

Der Anbau von Christbäumen ist für eine Vielzahl von Gärtnern, Land- und Forstwirten zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor geworden. Nur eine gute Qualität der Bäume und eine Bodenbewirtschaftung, die auf die Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit Bedacht nimmt, werden zukünftigen Erfordernissen von Ökologie und Ökonomie gerecht. Christbaumkulturen sind eine Flächenbewirtschaftung mit Baumarten, die im Kurzumtrieb (7 - 12 Jahre) genutzt werden und stellen spezifische Anforderungen an Standort und Boden. Es stammen rund 70 % aller Christbäume von angelegten Christbaumkulturen, etwa 30 % aus der Waldpflege. Christbaumkulturen sind entweder auf landwirtschaftlichen Flächen begründet, oder - zu einem geringen Teil - auch auf Waldböden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Aspekte für die Nachlieferung der Nährstoffe aus dem Boden und ihre Verfügbarkeit für die Bäume. Diese Broschüre beschäftigt sich vor allem mit Kulturen auf landwirtschaftlichen Flächen, geht aber im Punkt 8 ´Kulturen auf Waldboden, Mykorrhiza´ auch auf Flächen im Wald ein. Gut ernährte Pflanzen sind weniger anfällig gegenüber Krankheiten als schlecht versorgte, kümmernde Pflanzen. Daraus ergibt sich, dass der Pflanzenernährung und damit der Düngung ein besonderes Augenmerk geschenkt werden muss. Grundlagen dafür sind im deutschsprachigen Raum nicht sehr zahlreich; auch sind die angewandten Untersuchungsmethoden (Entnahme von Boden- und Nadelproben und Analyse) selten klar ersichtlich. Ziel der vorliegenden Broschüre ist es daher, Bekanntes zusammenzutragen und für den Praktiker in einem einheitlichen Konzept zu verpacken. Als erste Empfehlung für die sachgerechte Düngung von Christbaumkulturen in Österreich soll diese Broschüre auch Ausgangsbasis für kommende Untersuchungen und Fragestellungen sein. Auf die in Tabelle 1 angeführten Baumarten wird näher eingegangen.

Tabelle 1: Häufige heimische Christbaumarten von Kulturen auf landwirtschaftlichen Flächen und ihr Anteil an der Gesamtproduktion

Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Anteil an der Gesamtproduktion
Abies alba Heimische Tanne 5 %
Abies nordmanniana Nordmannstanne 55 %
Picea abies Heimische Fichte 5 %
Picea pungens glauca Blaufichte 30 %

Für andere Christbaumarten (ca. 5 % der Produktion) können die angegebenen Richtwerte als Orientierungshilfe genutzt werden.

Für folgende Fragen sollen dem Praktiker Entscheidungshilfen gegeben werden:

  • Welche Standorte eigenen sich für Christbaumkulturen?
  • Welche Ansprüche haben die verschiedenen Baumarten an den Boden?
  • Wie werden Nadel- und Bodenproben richtig gewonnen?
  • Wie sind Nadel- und Bodenanalysen richtig zu interpretieren?
  • Wie wirken sich Nährstoffmängel auf die Pflanze aus?
  • Wie viel, wann und wie oft soll gedüngt werden?
  • Welche Düngemittel können verwendet werden?

Grundsätzlich gilt, dass Arbeit, Geld und Mühen für Düngung, Pflanzenschutz sowie zur Hebung der Qualität bei der heranwachsenden Christbaumkultur gespart werden können, wenn gut geeignete Pflanzen verwendet sowie der Verschulung und Auspflanzung (also dem Vermeiden von Setzfehlern) größte Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewidmet werden. Der Auspflanzungszeitpunkt ist abhängig von der Region und dem Witterungsverlauf zu wählen. Die Zwischenlagerung der Pflanzen im Einschlag muss sorgfältig vorgenommen werden, um vor allem Wurzelschäden und Austrocknung der Pflanzen zu verhindern. Beim Einpflanzen sind Beschädigungen der Wurzeln, ihre Austrocknung, ein zu tiefes Einsetzen ebenso zu vermeiden, wie zu starke Verfestigung der Pflanzen auf bindigen Böden.

2. Standortsansprüche

Die Standortansprüche der verschiedenen Baumarten sind unterschiedlich und zusätzlich herkunftsabhängig. Auf folgende Rahmenbedingungen ist jedoch besonders zu achten:

  • Zu hohe Nährstoffversorgung, insbesondere mit Stickstoff, führt, nach den baumartentypischen langen Anwuchsphasen mit relativ dichten Quirlabständen, anschließend oft zu extremem Höhenwachstum. Dieses Phänomen ist ein häufiges Problem bei erstmaligen Ackeraufforstungen oder erstmaligen Kulturanlagen auf stark gedüngtem Grünland. - So gesehen sind nährstoffärmere Böden günstiger, bei denen eventuell auftretender Kalium- oder Magnesiummangel durch dosierte Düngergaben angemessen behoben werden.
  • Zu lange Vegetationszeiten können ebenfalls zu übermäßigem Höhenwachstum (doppelter Austrieb [= Johannistrieb]) führen.
  • Grund- und stauwasserbeeinflusste Standorte begünstigen die Entwicklung von Wurzelfäulnis und das Auftreten von Nährstoffmangelsymptomen, die durch gezielte Düngung nur bedingt behoben werden können
  • Flach- und Anmoorwiesen sind nicht geeignet.
  • Wenngleich die Frost- oder Spätfrostgefährdung von Christbäumen art- und herkunftsspezifisch sehr unterschiedlich ist, sollten die entsprechenden Risikostandorte wie Tallagen, Mulden oder exponierte Kuppen vermieden werden.

Tabelle 2: Christbaumarten und ihre Standortansprüche1

1Diese Angaben gelten nur für Kulturen bis zu 15 Jahren (geringe Durchwurzelungstiefe!)



Baumart Nährstoff- bedarf Anspruch an Wasser-
haushalt
Lichtbedarf Tolerant gegenüber Grund- /Stauwasser Spätfrost-
gefährdung
pH- Bereich
Abies alba Heimische Tanne mittel bis hoch mittel gering ja hoch 4-6
Abies nordmanniana Nordmanns
tanne
mittel bis hoch mittel bis hoch gering bis mittel nein hoch (herkunftsabhängig) 4-6 (herkunftsabhängig)
Picea abies Heimische Fichte gering bis mittel mittel hoch ja gering 4-6
Picea pungens glauca
Blaufichte
gering bis mittel gering hoch nein gering bis mittel 5-7

Bei zu hohen pH-Werten (> 7,0) kann es zu Schwierigkeiten mit der Spurenelement-versorgung kommen (Fe, Mn, Cu, Zn), bei zu niedrigen pH-Werten (< 4,0) sind Nährelementauswaschungen (vor allem K, Mg) und Spurenelementmangel keine Seltenheit.

Während der pH-Wert von Böden durch eine Aufkalkung ein wenig angehoben werden kann, ist eine entscheidende pH-Absenkung mit vernünftigen Mitteln nicht möglich.

3. Nährstoffentzug, Nährstoffbedarf

Zur Abschätzung des Düngerbedarfes ist die Kenntnis des Nährstoffentzuges durch die Pflanze Voraussetzung. Tabelle 3 liefert dafür Anhaltspunkte.

Tabelle 3: Durchschnittliche jährliche Zuwächse und Nährstoffaufnahmen einer Christbaumkultur


Kulturalter

(Jahre)

Zuwachs

t/ha

N

kg/ha

P2O5

kg/ha

K2O

kg/ha

MgO

kg/ha

CaO

kg/ha

1 5 25 10 15 2.5 15
2 5 25 10 15 2.5 15
3 5 25 10 15 2.5 15
4 10 50 20 30 5.0 30
5 10 50 20 30 5.0 30
6 15 75 30 45 7.5 45
7 15 75 30 45 7.5 45
8 15 75 30 45 7.5 45
9 20 100 40 60 10.0 60
10 20 100 40 60 10.0 60
Summe 120 600 240< 360 60 360

Tabelle 4: Durchschnittlicher jährlicher Bedarf an Nährstoffen ab dem 4. Standjahr für verschiedene Christbaumarten. (Für Stickstoff unter Berücksichtigung der natürlichen N-Nachlieferung - für alle übrigen Nährstoffe auf Basis Gehaltsklasse C von Tabelle 6).

Baumart N
kg/ha
P2O5
kg/ha
K2O kg/ha
kg/ha
MgO kg/ha
kg/ha
CaO kg/ha
kg/ha
Abies alba
Heimische Tanne
40 20 50 15 35
Abies nordmanniana
Nordmannstanne
50 30 55 15 45
Picea abies
Heimische Fichte
40 20 50 15 35
Picea pungens glauca
Blaufichte
50 30 55 15 45

Die hier angegebenen Richtmengen sollen unter Berücksichtigung der Faktoren von Tabelle 6 nicht überschritten werden (Ausbringung siehe Punkt 7.7). Eine Düngung im 3./4./5. Standjahr und/oder 2./3. Jahr vor der Nutzung scheint im Zusammenhang mit einer Nadelanalyse zielführend. Treten Nährstoffmängel auf, so sind auch in den Jahren dazwischen zusätzliche Düngungsmaßnahmen erforderlich.


4. Mangelerscheinungen

Nährstoffmängel sind äußerlich oft am Erscheinungsbild der Pflanze erkennbar:

Stickstoffmangel: Gelbgrüne, fahle Verfärbung der Nadeln (Chlorose), Nadeln sind klein und kurz.
Phosphormangel: Rotviolette und graugrüne Verfärbung der Nadeln.
Kalimangel: Anfangs hellgelbe Verfärbung der Spitzen älterer Nadeln, später von den Nadelspitzen ausgehendes Braunwerden (Vertrocknung), Abfallen der Nadeln; Spitzendürre der Pflanzen.
Magnesiummangel: Zunächst Goldspitzigkeit, dann gelblichweiße Verfärbung der Nadeln (Chlorophyllfleckigkeit).

Da die visuellen Symptome bei Nährstoffmangel, Überversorgung und biotischen Schäden oft recht ähnlich sind, wird in allen Fällen eine Nadelanalyse empfohlen. Durch eine gezielte Düngung können diese Mängel behoben und die oft empfindlichen Wachstumsstörungen eingedämmt werden. Dabei ist auch auf eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen (Cu, Zn, Mn, Fe, B) zu achten. Oft gehen Wuchsstörungen auf den Mangel an Spurenelementen zurück.

5. Nadeluntersuchung

Nadelanalysen dienen zur Feststellung der aktuellen Nährstoffversorgung von Bäumen. Wird Nährstoffmangel festgestellt, hilft die Bodenanalyse, mögliche Ursachen zu erkennen. Es ist daher zweckmäßig, vor einer Bodenanalyse die Nadelanalyse durchzuführen. Erst auf Grund beider Analysen kann eine gezielte Düngeempfehlung gegeben werden.

5.1 Richtwerte für Nährstoffgehalte in Nadeln

Tabelle 5 enthält Beurteilungswerte für den jüngsten Nadeljahrgang (Nadeljahrgang 1). Die Werte basieren auf verschiedenen Quellen und stellen eine mittlere Bandbreite für ausreichende Versorgung dar. Daher können im Einzelfall - meist standortsabhängig - Abweichungen von diesen Richtwerten auftreten, ohne dass Vitalität und Aussehen des Baumes beeinträchtigt sind.

Tabelle 5: Richtwerte für Gesamtgehalte in Nadeln (bezogen auf Trockenmasse) bei ausreichender Nährstoffversorgung (Nadeljahrgang 1)

N

P

K

Ca

Mg

Fe

Mn

Cu

Zn

g/100 g (%)

mg/kg (ppm) Trockenmasse

Abies alba
Heimische Tanne

1,2 - 1,8

0,13- 0,30

0,60-1,20

0,40-1,00

>0,10

>20

>50

>3

>20

Abies nordmanniana
Nordmannstanne

1,2 - 1,8

0,13-0,30

0,50-1,00

0,50-1,00

>0,08

>30

>50

>3

>20

Picea abies
Heimische Fichte

1,3 - 1,8

0,15-0,30

0,50-1,20

0,30-1,00

>0.08

>30

>50

>4

>20

Picea pungens glauca
Blaufichte

1,3 - 1,8

0,13-0,30

0,30-0,80

0,50-1,00

>0,10

>40

>50

>3

>20

Die Analyse von älteren Nadeljahrgängen (2. oder 3.) kann in Einzelfällen zusätzliche Hinweise auf die Ursache und Intensität von Nährstoffmangelerscheinungen bringen. Für den Fall, dass auch – oder nur – ältere Nadeljahrgänge von Verfärbungen betroffen sind, ist die Analyse von älteren Nadeljahrgängen empfehlenswert.

5.2 Nadelprobenahme

Nadelproben müssen aus dem oberen Kronendrittel entnommen werden. Um Daten der Nadelanalyse richtig beurteilen zu können, ist außerdem der Zeitpunkt der Probenahme wichtig, da nur physiologisch gleich weit entwickelte Nadeln miteinander verglichen werden dürfen. Für eine Probenahme kommt daher nur die Zeit der Vegetationsruhe (Oktober – Feber) in Frage.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Probenahme im Jänner empfehlenswert.

  • Zur Überprüfung der Nährstoffversorgung ist eine Mischprobe (bestehend aus jeweils 2 Ästen von mindestens 3 Bäumen der gleichen Baumart) zu nehmen. Die Äste sollten mindestens 3 Nadeljahrgänge aufweisen.
  • Bei Nadelverfärbungen sind mindestens 2 Mischproben zu nehmen: Eine Mischprobe soll von verfärbten Bäumen (keine abgestorbenen Äste!) und eine von offensichtlich gesunden Bäumen der gleichen Baumart stammen.

Die Mischproben sind getrennt in saubere Plastiksäcke zu verpacken. Ein Zettel mit dem Namen des Auftraggebers, Probenahmedatum und Probenummer je Astprobe ist beizulegen. Die Säcke sind mit einem Begleitschreiben (siehe Anhang) möglichst rasch an das Unter-suchungslabor zu senden.

Die Zeitspanne zwischen Probenahme und Einlangen im Labor darf eine Woche nicht überschreiten.

Folgende Angaben soll das Begleitschreiben enthalten (siehe Anhang):

  • Auftraggeber und Rechnungsempfänger
  • Zustelladresse
  • Telefonnummer (Fax, Email)
  • Beschreibung der Fläche (Skizze, Lage, Hangneigung, ...)
  • Grund der Untersuchung (Nährstoffkontrolle, Nadelverfärbung, ...)
  • Angaben über erfolgte Düngung, Herbizideinsatz, Insektizideinsatz, ... (Menge und Zeitpunkt)
  • Datum und Ort der Probenahme
  • Liste aller Proben (Bezeichnung / Nummer, Baumart, Verfärbung, Anmerkungen zur Probe, ...)

5.3 Analyse

Alle Analysenmethoden, die Gesamtgehalte liefern, sind zulässig (Stefan & Ma., 1999). Die Nadeljahrgänge sind getrennt zu analysieren.

6 Bodenuntersuchung und Bodenrichtwerte

Bodenanalysen dienen zur Beurteilung der Nährstoffversorgung des Bodens. Für Christbaumkulturen kommen in der Regel Analysenmethoden aus dem landwirtschaftlichen Bereich zur Anwendung.

6.1 Bodenprobenahme

Für eine homogene Fläche mit einheitlicher Bodenbeschaffenheit genügt es, eine Durchschnittsprobe für eine Flächengröße von rund einem Hektar zu nehmen. Uneinheitliche Flächen sind zuvor in homogene Teilflächen zu unterteilen, von denen dann jeweils Durchschnittsproben zu nehmen sind. Eine Durchschnittsprobe (“Mischprobe”) ist eine Probe, die repräsentativ für alle zu untersuchenden Merkmale der (Teil-)Fläche ist. Sie setzt sich aus zumindest zehn voneinander unabhängigen und etwa gleich großen Einzelproben zusammen. Die Proben sollen alle aus dem Wurzelbereich (Kronenschirm) der Christbäume stammen und sind gleichmäßig oder zufällig über die Fläche verteilt. Alle Einzelproben werden aus der gleichen Bodentiefe (meist 0 – 20 cm, bei ehemals tieferer Pflugsohle 0 – 30 cm) entnommen. Eine Gesamtmasse von rund einem Kilogramm ist für die Durchschnittsprobe ausreichend, soll aber nicht unterschritten werden.

Die Durchschnittsproben werden in Probenbehälter (z.B. Plastiksäckchen) abgefüllt, welche mit wasserfestem Filzstift deutlich lesbar beschriftet werden. Dabei ist die Probe so zu kennzeichnen, dass eine eindeutige Zuordnung zum Probenahmeprotokoll möglich ist (Auftraggeber, Probenahmedatum, Probenummer bzw. Parzellennummer). Es hat sich bewährt, zusätzlich ein Plastikkärtchen mit denselben Angaben zur Probe in den Probebehälter zu legen. Für den Transport sind die Probebehälter sorgfältig zu verschließen, sodass keine Proben verloren gehen oder miteinander vermischt werden.

Die geschlossenen Probenbehälter sind möglichst kühl aufzubewahren und innerhalb von zwei Wochen zur Untersuchungsstelle zu bringen.

Lagern in der Sonne oder im überhitzten Auto ist zu vermeiden. Sollen Nmin-Analysen (verfügbarer Stickstoff) durchgeführt werden, so muss die Probe sofort gekühlt (maximal +4·C) und umgehend zur Untersuchungsstelle transportiert werden.

Bei Verdacht auf Mangelversorgung des Bodens sollen, ähnlich wie bei der Nadelanalyse, zumindest zwei Durchschnittsproben – eine von einer offensichtlich gesunden, die andere von der vermutlich mangelhaft versorgten Teilfläche – entnommen werden.

Das Begleitschreiben soll, wie unter Punkt 5.2 beschrieben, verfasst werden (siehe Anhang).

Für die meisten Analysen kann die Probenahme ganzjährig erfolgen. Eine Nmin-Probenahme sollte unmittelbar vor einer geplanten Stickstoffdüngung durchgeführt werden.

6.2 Bodenanalysen

Bei Auftragsvergabe soll darauf geachtet werden, dass die Bodenuntersuchungen von Christbaumkulturen normgerecht durchgeführt werden, um Vergleichbarkeit und Interpretierbarkeit zu ermöglichen.

Die betreffenden Normen sind:

pH-Analyse: pH in CaCl2-Lösung nach ÖNORM L 1083
P- und K-Analyse: Für pHBoden < 6,0: DL-Methode
Für pHBoden > 6,0: CAL-Methode
nach ÖNORM L 1088
nach ÖNORM L 1087
Mg-Analyse: CaCl2-austauschbares Mg
oder
BaCl2-austauschbares Mg
nach ÖNORM L 1093

nach ÖNORM L 1086
Nmin-Analyse: Nmin-Methode nach ÖNORM L 1091
Spurenelementanalyse:
(Fe, Mn, Cu, Zn)
EDTA-Auszug nach ÖNORM L 1089

6.3 Bewertung der Analysenergebnisse

Die Versorgung der Böden mit “pflanzenverfügbarem” Phosphor, Kalium und Magnesium kann mit Hilfe von Tabelle 6 eingestuft werden. Sie gibt durchschnittliche Gehaltsklassen (A [für sehr niedrige Versorgung] bis E [für sehr hohe Versorgung]) für die Nährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium von Böden mit Christbaumkulturen an.

Tabelle 6: Gehaltsklassen (A bis E) von Böden mit Christbaumkulturen. Fett gedruckt sind die heute noch gebräuchlichen Angaben in Oxidform und in mg/100g Boden. Kleiner gedruckt sind die zukünftig verwendeten Angaben in Reinelementform und in mg/kg Boden. (Die jeweiligen Umrechnungen erfolgten mit fixen Umrechnungsfaktoren2. – Die berechneten Zahlenwerte wurden leicht korrigiert, um runde Beträge zu erhalten.)

2Umrechnungsfaktoren:
mg P2O5 /100g mg P /kg: 4,4 mg P /kg mg P2O5 /100g: 0,23
mg K2O /100g mg K /kg: 8,3 mg K /kg mg K2O /100g 0,12
mg Mg /100g mg Mg /kg: 10 mg Mg /kg mg Mg /100g: 0,10

Gehaltsklasse

Faktor

P2O5

mg/100g

P

mg/kg

K2O mg/100g

K mg/kg

Mg mg/100g

Mg mg/kg

leicht

mittelschwer

leicht

mittel- schwer

leicht

mittel- schwer

leicht

mitte- schwer

A

Faktor 2

< 5

< 20

< 5

< 10

< 40

< 80

< 2.5

< 5

< 25

< 50

B

Faktor 1.5

5-10

20-45

5-10

10-15

40-80

80-120

2.5-5

5-7.5

25-50

50-75

C

Faktor 1

11-20

46-90

11-20

16-25

81-170

121-200

5.1-7.5

7.6-12

51-75

76-120

D

Faktor 0.5

21-30

91-130

21-30

26-35

171-250

200-300

7.6-12

12.1-20

76-120

121-200

E

Faktor 0

> 30

> 130

> 30

> 35

> 250

> 300

> 12

> 20

> 120

> 200

Gehaltsklasse C (ausreichende Versorgung – grau unterlegt) stellt den anzustrebenden Gehalt des Bodens dar. Ist der Boden höher (Klasse D, E) oder niedriger (Klasse A, B) mit Nährstoffen versorgt, sind entsprechende Ab- oder Zuschläge (Faktoren) zu berücksichtigen. Dazu ist der in Tabelle 4 angeführte Nährstoffbedarf mit dem jeweiligen Faktor zu multiplizieren. Für Kalium und Magnesium wird zusätzlich zwischen leichten und mittleren bis schweren Böden unterschieden.

Rechenbeispiele:

1. Eine Bodenuntersuchung ergibt für einen leichten Boden folgende Analysenergebnisse:

30 mg P /kg (bzw. 6,9 mg P2O5 /100 g) daher: Gehaltsklasse B [Faktor 1,5]
73 mg K /kg (bzw. 8,8 mg K2O /100 g) daher: Gehaltsklasse B [Faktor 1,5]
20 mg Mg /kg (bzw. 2,0 mg Mg /100 g) daher: Gehaltsklasse A [Faktor 2]

Daraus ergibt sich unter Einbeziehung von Tabelle 4 folgende Düngeempfehlung:

a) für Nordmannstanne und Blaufichte:

45 kg /ha P2O5
82,5 kg /ha K2O
30 kg /ha MgO

b) für Heimische Tanne und Heimische Fichte:

30 kg /ha P2O5
75 kg /ha K2O
30 kg /ha MgO

4. Eine Bodenuntersuchung ergibt für einen schweren Boden folgende Analysenergebnisse:

143 mg P /kg (bzw. 32,9 mg P2O5/100 g) daher: Gehaltsklasse E [Faktor 0]
157 mg K /kg (bzw. 18,8 mg K2O /100 g) daher: Gehaltsklasse C [Faktor 1]
188 mg Mg /kg (bzw. 18,8 mg Mg /100 g) daher: Gehaltsklasse D [Faktor 0,5]

Daraus ergibt sich unter Einbeziehung von Tabelle 4 folgende Düngeempfehlung:

a) für Nordmannstanne und Blaufichte:

keine P2O5 -Düngung!
55 kg /ha K2O
7,5 kg /ha MgO

b) für Heimische Tanne und Heimische Fichte:

keine P2O5 -Düngung!
50 kg /ha K2O
7,5 kg /ha MgO

7 Düngung und Düngewirkung

Beim Einsatz von Düngemitteln ist zu berücksichtigen, dass die mit einer mineralischen Düngung zugeführten Nährstoffe auf Grund der unterschiedlichen Löslichkeit nicht zur Gänze von den Pflanzen ausgenützt werden können und darüber hinaus Verlagerungs- und Festlegungsverluste gegeben sind. Andererseits ist bei den (mehrjährigen) Christbaumkulturen auch die längerfristige Düngewirkung zu beachten.

7.1 Stickstoffdünger

Voraussetzung für die volle Wirkung der Stickstoffdüngung ist, dass die Versorgung der Pflanzen mit den übrigen mineralischen Nährstoffen ausreichend ist. Bei Mangel an Phosphat, Kalium oder anderen Nährstoffen kann eine Stickstoffgabe wirkungslos bleiben, ja sogar schädlich wirken.

Zu hohe Stickstoffgaben können zwar ein starkes Wachstum zur Folge haben und eine gewünschte Färbung bringen, es kann aber geschehen, dass die Pflanzen schlecht verholzen und ihr Wachstum zu spät abschließen, wodurch ihre Frostanfälligkeit zunimmt. Ferner treten neben unbefriedigender Bewurzelung bei zu reichlicher Stickstoffversorgung erhöhte Anfälligkeiten gegenüber verschiedenen Schädlingen und Trockenheit auf.

Stickstoffdünger sollen dann gegeben werden, wenn die Bäume zusätzlichen Bedarf an Stickstoff haben. Eine Teilung der Stickstoffdüngung ist zu empfehlen, da je nach Düngungszeitpunkt unterschiedliche physiologische Wirkungen erzielt werden: Eine Düngung zum Knospenaustrieb (standortsabhängig zwischen März und Mai) fördert das Triebwachstum, eine spätere Düngung (standortsabhängig zwischen Mai und Juli) fördert das Wurzelwachstum und die Nährstoffspeicherung.

Ab Anfang August sollen keine stickstoffhältigen Düngemittel ausgebracht werden, da dann eine schlechte Knospenanlage und geminderte Frosthärte zu erwarten sind.

Kalkammonsalpeter (26-28 % N)

wirkt neutral und enthält je zur Hälfte sowohl rasch wirkenden Salpeter- als auch nachhaltig wirkenden Ammoniumstickstoff.

Ammonsulfat (21 % N)

entzieht überkalkten Böden einen Teil der überschüssigen basischen Bestandteile und wirkt bei wiederholter oder höherer Gabe versauernd. Die Anwendung erfolgt im Frühjahr, wobei der Dünger bei trockenem Wetter zu streuen ist.

Harnstoff (46 % N)

wirkt physiologisch sauer und ist für alle Böden, für kalkreiche aber nur mit Vorbehalt, geeignet, da bei diesen ein Teil als Ammoniak flüchtig ist. Wenn Harnstoff auf kalkreichen Böden aufgebracht wird, sollte er sofort nach Ausbringung in den Boden eingearbeitet werden. Bei häufiger Verwendung auf dichten oder stark humosen Böden besteht die Gefahr der Verschlämmung. Über den Boden eingebrachter Harnstoff wirkt langsam, bei Blattdüngung rasch.

Kalkstickstoff (21 % N)

wirkt physiologisch alkalisch und ist für saure bis schwach saure Böden zu empfehlen. Bei Aufwandmengen von mindestens 300 kg/ha entfaltet er auch herbizide Wirkung.

7.2 Phosphordünger

Thomaskorn (15 % P2O5, 30 % CaO, 1,5 – 3 % MgO)

ist für saure Böden geeignet.

Hyperphosphat (30 % P2O5)

ist für saure Böden besonders geeignet.

Superphosphat (18 % P2O5)

kann auf neutralen und basischen Böden sowohl im Frühjahr als auch im Herbst angewandt werden, da das wasserlösliche Phosphat des Superphosphates kaum der Auswaschungsgefahr unterliegt.

Phosphat ist im Boden wenig beweglich, daher ist Einarbeiten vorteilhaft. Zu saure oder zu basische Reaktion setzt die Aufnahmefähigkeit der Phosphate herab, ausreichender Humusgehalt erhöht sie.

7.3 Kalidünger

Patentkali (30 % K2O + 9 % MgO)

ist ein geeigneter (auch magnesiumhältiger) Dünger, um das Calcium/Kalium-Verhältnis auszugleichen.

Schwefelsaures Kali (50 % K2O)

wird verwendet, wenn genügend Magnesium vorhanden ist.

Bei der Düngung mit Kalisalzen sind Verätzungsschäden junger Triebe möglich, wenn sie mit dem Dünger in Berührung kommen. Chloridhaltige Kalidünger sind zu vermeiden.

7.4 Mehrnährstoffdünger

Mehrnährstoffdünger werden mit verschiedenen Nährstoffverhältnissen angeboten. Von diesen sind nur die chloridarmen bzw. chloridfreien Düngemittel zu empfehlen. Die chloridfreien sind zu bevorzugen. Manche Mehrnährstoffdünger enthalten auch Magnesium und Spurenelemente.

7.5 Organische Dünger

Organische Dünger, wie Stallmist und Kompost, haben günstige Eigenschaften für die Bodenfruchtbarkeit (Humusversorgung, Pufferungsvermögen, Nährstoffversorgung, Wasserhaltevermögen). Sie werden aber zurzeit in Christbaumkulturen kaum verwendet, da geeignete Ausbringungstechniken nicht zur Verfügung stehen.

Gründüngung empfiehlt sich vor der Erstanlage einer Christbaumkultur auf ehemaligen Ackerböden oder nach der Räumung einer Kultur. Gründüngung reichert den Boden mit Humus und Stickstoff an und fördert das Bodenleben. Für die Gründüngung kommen auf leichten Böden in erster Linie Gelbe Lupine, Ackerbohne, Raps, Ackersenf, Hafer, Körnererbsen und auf Lehmböden Blaue Lupine, Wicken und Ackerbohnen in Frage. Für das Gedeihen von Gründüngungspflanzen ist im allgemeinen ein mit Nährstoffen gut versorgter Boden Voraussetzung, was für ehemalige Ackerböden meist zutreffen wird. Die Gründüngung soll nach Möglichkeit zum Zeitpunkt der optimalen Entwicklung der Grünmasse (das ist im letzten Drittel der Blüte) gehäckselt und sogleich danach eingearbeitet werden.

7.6 Nadeldüngung

Durch Nadeldüngung können Mangelerscheinungen der Pflanzen rascher behoben und den Nadeln ´Farbe gegeben´ werden (N, Mg, Spurenelemente). Eine Bodenverbesserung wird dadurch kaum erreicht.

7.7 Ausbringung der Dünger

Um Unkrautdruck bzw. Graswachstum hintanzuhalten sind Einzeldüngung und Reihendüngung einer Flächendüngung vorzuziehen. Dabei wird auch Dünger gespart, was ökologische und ökonomische Vorteile bringt.

8 Kulturen auf Waldboden, Mykorrhiza3

Nur ein geringer Teil (rund 10 %) von Christbaumkulturen stehen auf Waldboden. Für sie gelten die bisher gemachten Angaben nur mit Vorbehalt: Der Profilaufbau eines Waldbodens und sein Bodenleben unterscheiden sich markant von (ehemals) landwirtschaftlich genutzten Böden; die Nährstoffgehalte sind anders zu interpretieren, auch werden meist andere Analysenmethoden angewandt.

Die Nutzung eines Waldbodens ist extensiver, die Verfügbarkeit des meist geringeren Nährstoffangebots durch das reichere Bodenleben und die Mykorrhiza aber besser. Es stellt sich daher die Frage, ob in forstlich bearbeiteten Christbaumspezialkulturen mögliche Probleme, die mit der Mykorrhiza nicht in einem direkten Zusammenhang stehen, über eine Verbesserung der Mykorrhizasituation vermindert oder beseitigt werden können.

3Mycorrhiza: Symbiose zwischen Bodenpilzen und den Wurzeln höherer Pflanzen. Die Symbiose ist eine Lebensgemeinschaft, aus der beide Beteiligte Nutzen ziehen.

8.1 Bedeutung der Mykorrhiza und Ausgangssituation

Viele für das Wachstum von Forstpflanzen – so auch von Christbäumen – wichtige Prozesse finden im Feinwurzelsystem und in den dieses unmittelbar umgebenden Bereichen des Bodens statt. Die Mykorrhiza als Symbiose zwischen Baum und Pilz hat gerade bei den Forstgehölzen einen besonderen Stellenwert. Vorteile und Nutzen für den Baum bestehen in einer verbesserten Aufnahme und Bereitstellung von Wasser, Wuchs- und Nährstoffen. Weiters umgibt die Mykorrhiza die empfindlichen Wurzelhaare mit einem Pilzmantel und schützt damit einerseits den Baum vor Schädlingen und macht ihn andererseits zu einem besseren Konkurrenten um Nährstoffe.

Der Anbau von Christbaumkulturen erfolgt bevorzugt auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen, Kahlflächen im Wald und unter energiewirtschaftlichen Leitungsanlagen. Weil viele dieser Flächen nicht unter ständiger forstlicher Nutzung waren, ist zu erwarten, dass die Mykorrhiza reduziert oder die Vielfalt an notwendigen Pilzen unzureichend ist. Vor allem bei Begründung von neuen Produktionsflächen kann es sein, dass die fördernde Wirkung der Mykorrhiza gegenüber den gepflanzten Baumarten reduziert oder eine durch die Mykorrhiza bedingte Schutzwirkung gegenüber Krankheiten und Schädlingen nicht hinreichend gewährleistet ist. Zudem ist aufgrund der besonderen Produktionsbedingungen in Christbaumkulturen (wenig Baumarten, einheitliches Baumalter, homogener Anbau) davon auszugehen, dass die Mykorrhiza durch ein eingeschränktes Spektrum an Pilzen geprägt ist.

8.2 Mykorrhiza und Pflanzenschutz

In vielen Christbaumkulturen wird eine Vielfalt an Pflanzenschutzmitteln eingesetzt, die der erhöhten Anfälligkeit der Christbäume gegenüber Schadinsekten und Pilzkrankheiten entgegenwirken sollen. Außerdem gelangen Herbizide für die Begleitwuchsregulierung (Unkrautbekämpfung) zur Anwendung. Dabei kommen fallweise Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die auf die Mykorrhiza in vielfältiger Weise einwirken und sie in ihrer Zusammensetzung verändern können. Die ökologische Tragweite vieler chemischer Betriebsmittel im Hinblick auf die Mykorrhiza ist oft noch ungeklärt.

8.3 Mykorrhiza und Düngung

Düngung hat einen bedeutenden Einfluss auf die Mykorrhizierung angepflanzter Christbäume. Der Einsatz von Düngemitteln kann nicht nur zu einer Reduktion der Mykorrhiza, sondern auch zu einer Verschiebung des Artenspektrums der Mykorrhizapilze führen und so unter Umständen die Vorteile dieser Symbiose mindern. In stark gedüngten Bereichen kann es zu einem verstärkten Vorkommen solcher Mykorrhizapilze kommen, die nur einen geringen Beitrag zum Baumwachstum leisten. Außerdem können einseitige Düngemaßnahmen Schadpilze im Wurzelbereich begünstigen, welche unter Umständen negativ auf die Mykorrhiza oder auf das Wachstum der Christbäume einwirken.

8.4 Massnahmen zur Förderung der Mykorrhiza

Um eine geeignete und ausreichende Mykorrhiza in Christbaumkulturen zu erhalten, sollten folgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden:

  • Flächen für Christbaumkulturen sollten hinsichtlich der Mykorrhiza beurteilt werden. Eine Standortwahl sollte auch die bodenbiologische Situation berücksichtigen. Eine umsichtige Standortwahl, die Auswahl geeigneter Baumarten und der entsprechenden Herkünfte führen zu besseren Ausgangsbedingungen für eine effiziente Mykorrhiza bei Christbäumen.
    Empfehlung: Bei Neuanlage einer Produktionsfläche oder bei Problemen während der Produktion soll eine fachliche Beurteilung der Mykorrhiza-Situation eingeholt werden.
  • Zur Pflanzung sollte Material mit ausreichender Mykorrhiza verwendet werden. Auf die Mykorrhiza-fördernden Maßnahmen ist schon bei der Anzucht und beim Setzen des Pflanzenmaterials zu achten.
    Empfehlung: Fachliche Beurteilung der Mykorrhiza beim eingesetzten Pflanzenmaterial.
  • Während der Produktionsphase sollten begleitende, fördernde Maßnahmen zur Verbesserung der Mykorrhizaverhältnisse im Boden getroffen werden. Solche Maßnahmen sind sinnvoller Weise erst nach einer Beurteilung der örtlichen Gegebenheiten zu treffen.
  • Umsichtiger Einsatz chemischer Betriebsmittel (Fungizide, Herbizide, Insektizide), um die Mykorrhizierung und andere bodenbiologische Vorgänge nicht zu beeinträchtigen.
    Empfehlung: Die Anwendung chemischer Betriebsmittel sollte auf das notwendige Maß reduziert oder durch andere Verfahren ersetzt werden (z.B. Begleitwuchsregulierung durch Beweidung mit Shropshire Schafen oder mechanisch).
  • Eine Optimierung des Düngemitteleinsatzes in der Christbaumkultur sollte auch im Sinne einer günstigen Mykorrhiza-Entwicklung durchgeführt werden.
    Empfehlung: Einsatz von Düngemitteln basierend auf Nährstoffuntersuchungen von Boden- und Nadelproben. Überhöhte Stickstoffdüngung vermeiden. Organische Düngung begünstigt die Mykorrhiza.
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LITERATUR:

Edelhoff A, 1991: Rahmenbedingungen für Weihnachtsbaumkulturen – Standorte, Baumarten, Herkünfte. AFZ 25/199.

Matschke J. & R. Amenda: Wissenswertes über den qualitätsgerechten Anbau von Weihnachtsbäumen.Weber Netze, D-34281 Gudensberg.

Perny B., Th. Cech, E. Donaubauer & Ch. Tomiczek, 2000: Krankheiten und Schädlinge in Christbaumkulturen. 2. Auflage. Forstliche Bundesversuchsanstalt, A-1131 Wien.

Stefan K., U. Bartels & A. Fürst, 1999: UN/ECE – Manual on methods. Part IV: Sampling and Analysis of Needles and Leaves.

Tomiczek Ch., K. Schuster, F. Gruber & J. Brandl, 1999: Empfehlungen zum ökologischen Anbau von Christbäumen in Österreich.

ZUSATZINFORMATIONEN

Das im Anhang (letzte Seite) vorhandene Begleitformular ist erhältlich bei:

Burgenland:
Burgenländischer Qualitätschristbaum, Bgl. Landwirtschaftskammer, 7000 Eisenstadt, Esterhazystr. 15, 02682/702-102, FaxDw 290. Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Rainer Wildt
Kärnten
Dipl.-Ing. Günther Kuneth, LWK Kärnten, 9020 Klagenfurt, Museumgasse 5, 0463/5850, FaxDw 289
Niederösterreich:
ARGE Nö. Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten, Nö. Landes-Landwirtschaftskammer, Forstabteilung, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten, 02742/259-4101. Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Karl Schuster
Oberösterreich:
ARGE bäuerlicher Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten Oberösterreich
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Johannes Wall, Bezirksbauernkammer Perg, 4320, Fadingerstr. 13, 07262/52126/84

Salzburg:
Dipl.-Ing. Alexander Zobl, LWK Salzburg, Schwarzstr. 19, 5024 Salzburg, 0662/870571
Steiermark:
ARGE „Heimischer Christbaum – frisch – steirisch“, LWK Steiermark
Ing. Franz Greinix, 8011 Graz, Hamerlinggasse 3, 0316/8050/268, Fax 833540

Tirol:
Förderverein der Produzenten des Tiroler Christbaumes, LWK Tirol
Verantwortlich: Dipl.-Ing. Zwettler, 6021 Innsbruck, Brixner Straße 1, 0512/5929/277, FaxDw 275

Vorarlberg:
Vorarlberger Christbaumproduzenten, LWK Vorarlberg
Koordinator: Dipl.-Ing. Thomas Ölz, 6900 Bregenz, Montfortstr. 9-11, 05574/420 44, Fax 411 07

Von folgenden Bundesanstalten werden die in der Broschüre genannten Analysenmethoden durchgeführt. Die Tarife sind durch Verordnung festgelegt.


Bundesamt für Agrarbiologie, Wieningerstraße 8, A-4020 Linz
Tel.: 0732 381 261 ~240, Fax: 0732 385 482 Tel.: 0732 381 261 ~240, Fax: 0732 385 482

Spargelfeldstraße 192, A-1220 Wien,
Tel.: 01 732 16 ~4219, Fax: 01 732 16 ~2106

Forstliche Bundesversuchsanstalt, Seckendorff-Gudent-Weg 8, A-1131 Wien
Tel.: 01 87838 ~1204, Fax: 01 87838 ~1250


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