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Die forstlichen Wuchsgebiete Österreichs
Hauptwuchsgebiet 4: Nördliche Randalpen
Wuchsgebietskarte/Startseite

Übersicht Hauptwuchsgebiete

Wuchsgebiet 4.1: Nördliche Randalpen - Westteil

Wuchsgebiet 4.2: Nördliche Randalpen - Ostteil

Übersicht: Hauptwuchsgebiet 4: Nördliche Randalpen

Gemeinsames Merkmal des Hauptwuchsgebietes ist das kühl-humid-mitteleuropäische Klima mit häufigen, langandauernden Stauregen, deren Intensität jedoch geringer ist als in den Südalpen. Hier liegt das nordalpische Buchenoptimum.
Das große Hauptwuchsgebiet umfaßt einen beachtlichen klimatischen West-Ost-Gradienten, der eine Unterteilung nahelegt, ebenso wie zwei sehr unterschiedliche geomorphologische Zonen, die Flysch- und die Kalkalpen. Die Gliederung "Kartierung" hat dem durch Ausscheidung von 4 gleichrangigen Wuchsräumen Rechnung getragen. Die vorliegende hierarchisch gestaffelte Wuchsgebietsgliederung läßt dies nicht zu.
Es stand zur Wahl, zur Wuchsgebietsgliederung die geomorphologisch-pedologische Komponente oder das Klima in den Vordergrund zu stellen, also im ersten Fall Flyschzone und Kalkalpen zu trennen. Die Bodenunterschiede sind markant und für die Baum-arten-verteilung maßgeblich, das Klimagefälle von West nach Ost hingegen kontinuierlich und eine Grenzziehung notwendigerweise willkürlich.
Dennoch wurde dem Klima als Unterscheidungsparameter der Vorzug gegeben. Denn ähnliche Böden wie in der Flyschzone finden sich auf Gosau- und Werfener Schichten auch in den Kalkalpen, andererseits leiten die Mergelkalke im Bregenzer Wald zu kalkalpinen Böden über, eine korrekte Grenzziehung nach geopedologischen Kriterien wäre also ohnehin nicht möglich. Zudem verläuft sogar die Hauptwuchsgebietsgrenze zur Alpenzwischenzone notwendigerweise nach klimatischen Kriterien mitten durch die Kalkalpen.
Eine weitere Aufgliederung der Wuchsgebiete - etwa auf Wuchsbezirksebene - in Flysch- und Kalkalpen wäre aber möglich und sinnvoll.

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