Benchmarks für Holzerntekosten
Bauer R.

 

Benchmarks für Holzerntekosten

Benchmarks ermöglichen den Vergleich mit den Kostenführern, dadurch können Rationalisierungspotentiale erkannt werden, die bei Mittelwertvergleichen verborgen blieben. Einzelwerte als Bestmarken bergen jedoch die Gefahr, dass es sich dabei um Ausreißer handeln kann. Es ist daher günstiger, den Mittelwert einer bestimmten Anzahl oder einen gewissen Prozentsatz der Besten einer Vergleichsgruppe als Maßstab heranzuziehen.

Die Stückkosten der Fällung und Bringung von den am Testbetriebsnetz zum "Forstbericht" teilnehmenden Betrieben, mit einer Ertragswaldfläche von mehr als 500 ha, sind in den Abbildungen dargestellt. Dabei sind die Mittelwerte der jeweils 5 Besten als Benchmark den Gruppenmittelwerten gegenübergestellt, es erfolgte eine Untergliederung in Produktionsgebiete (Abb. 1) und den Anteil des Seilgeländes (Abb. 2). Bei kleinen Vergleichsgruppen wird dabei deutlich, dass die so dargestellten Benchmarks unzulänglich sind. Nur ausreichend besetzte Betriebsgruppen lohnen einen Vergleich mit den eigenen Werten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Durch spezielle Benchmarkingprojekte kann eine genaue Analyse der Kosten zwischen zwei Betrieben oder in kleinen Gruppen erfolgen. Wenn die Ursache für Kostenvorteile in Prozessen liegt, die für den eigenen Betrieb übernommen werden können, vermag daraus ein Nutzen gezogen werden.

Allgemein ist aus der Entwicklung der Holzerntekosten zu erkennen, dass der Trend einer Reduktion der Kosten für den Bereich der Fällung und Rückung sich auch im Jahr 2002 fortsetzte. Die Ursachen dafür können Rationalisierungen, die Nutzung stärkerer Dimensionen oder in bringungsgünstigeren Lagen bzw. auch vermehrten Unternehmereinsatz für kostenintensive Holzerntemaßnahmen sein.

Abhängigkeit vom Produktionsgebiet
Abhängigkeit vom Anteil des Seilgeländes
Abbildung 1:
Benchmarks und Mittelwerte für die
Kosten der Fällung und Rückung
in Abhängigkeit vom Produktionsgebiet bei
Betrieben mit mehr als 500 ha Ertragswaldfläche
Abbildung 2:
Benchmarks und Mittelwerte für die
Kosten der Fällung und Rückung
in Abhängigkeit vom Anteil des Seilgeländes bei Betrieben
mit mehr als 500 ha Ertragswaldfläche
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