HR Dipl.-Ing. Ulrich Schultze im Ruhestand
HR Dipl.Ing. Ulrich Schultze,
der Leiter des Instituts für Forstgenetik und seit Anfang 2002
stellvertretender Direktor des Bundesamts und Forschungszentrums für Wald,
tritt mit 30. November 2002 in den Ruhestand. Er verabschiedet sich damit nach
mehr als 36 Jahren von seiner Wirkungsstätte, an der er durch seine
Menschlichkeit und Integrität, aber auch durch sein Credo für die
praktische Auswirkung der Forstgenetik auf die Vielfalt und das gesunde
Überleben der Wälder unvergessen bleiben wird. Ulrich Schultze wurde
1938 in Wien geboren und schloss 1964 das Studium der Forstwirtschaft an der
Universität für Bodenkultur in Wien ab. Nachdem er 1965 bis 1966 in
der Bundesförsterschule Gainfarn und in der Forstverwaltung des
Bundeslehr- und Versuchsforstes Merkenstein in Gainfarn gearbeitet hatte,
begann er am 1.10.1966 seine Tätigkeit am BFW (bis 1.6.2002 Forstliche
Bundesversuchsanstalt). Nach 12 Jahren im Institut für Forstinventur
wechselte Schultze in das Institut für Waldbau und anschließend in
das damalige Institut für Forstpflanzenzüchtung und Genetik. 1990
wurde er Leiter der Abteilung Grundlagen der Forstpflanzenzüchtung und
1992 übernahm er die Leitung des Institutes. Dieses wurde von Schultze neu
strukturiert und im Dezember 1993 in Institut für Forstgenetik
umbenannt.
Österreichisches Zentrum forstgenetischer Forschung
Unter Schultzes Leitung wandelte sich das Institut für
Forstgenetik des BFW zum österreichischen Zentrum forstgenetischer
Forschung. Mit seinem hervorragenden und auch international renommierten
Expertenteam legte das Institut sein Schwergewicht neben den traditionellen
Methoden auf modernste biochemische genetische Forschung. Ulrich Schultzes
eigener Arbeitsschwerpunkt sind Herkunftsversuche bei Fichte, Lärche,
Douglasie, griechischer Tanne und Edellaubbaumarten. Er betont immer wieder,
dass die Entwicklung und Anwendung von biochemischen genetischen Methoden zur
Sicherung der genetischen Vielfalt unerlässlich sind, dass aber daneben
auf die traditionelle Herkunftsforschung nicht verzichtet werden darf und beide
Forschungsrichtungen einander synergistisch ergänzen. Ulrich Schultze
ist optimistisch, dass die Forstwirtschaft die Erkenntnisse der genetischen
Forschung in ihrer Praxis immer mehr umsetzen und auch in wirtschaftlich
ungünstigeren Zeiten der Bedeutung der richtigen Baumarten- und
Herkunftswahl Rechnung tragen wird. Schultze zeichnete auch für die
Umsetzung neuer genetischer Erkenntnisse sowohl im Vermehrungsgutgesetz 1996
als auch im neuen Vermehrungsgutgesetz 2003 verantwortlich. Neben seiner
fachlichen Tätigkeit gründete Schultze 1979 die gewerkschaftliche
Betriebsgruppe an der FBVA und setzte sich viele Jahre in der
Personalvertretung für die Kollegenschaft ein.
Weitere Informationen:
http://bfw.ac.at/200/200.html
http://bfw.ac.at/db/personen.anzeige?person_id_in=193
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