| Österreichische Waldboden-Zustandsinventur Konzept für die erste Wiederholung | |
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ÖSTERREICHISCHE WALDBODEN-ZUSTANDSINVENTURKONZEPT FÜR DIE ERSTE WIEDERHOLUNGIn den Jahren 1987-1989 fand die Probenahme für die erste Erhebung der Österreichischen Waldboden-Zustandsinventur (WBZI) statt, 1990 wurden auch die Analysen abgeschlossen. Rund 15 Jahre später (Bodenprobenahme 2003-2004) ist die 1. Wiederholungsaufnahme ge-plant; die diesmal umfangreicheren Analysen sollen bis 2006 fertiggestellt werden. Mit dieser 1. Wiederholung der WBZI wird einem bei der Erstaufnahme formulierten Ziel nachgekommen, Veränderungen des Bodenzustandes oder der Bodenbelastung zu verfolgen und nachzuweisen.Darüber hinaus wird zur Lösung weiterer Fragestellungen beigetragen: · Datenbasis zur Kohlenstoffspeicherung von Waldböden und deren Veränderung. · Harmonisierung von Monitoring-Systemen durch Einbindung in die 1. Wiederholung der europaweiten Waldboden-Erhebung (geplant für 2004-2006) im Rahmen des ICP Forests. · Datengrundlagen als Beitrag zum Bodenschutz, wie er in zahlreichen nationalen und in-ternationalen Stellungnahmen immer wieder gefordert wird. Nicht zuletzt ist die Österreichische Waldboden-Zustandsinventur ein Beispiel eines durch die Bundeskompetenz für den Waldboden einheitlich durchgeführten Bodenmonitoring-Projekts. Es ist beabsichtigt, die gleichen Flächen wie bei der Erstaufnahme zu beproben und sich nicht nur auf "hot spots" zu konzentrieren, also auf besonders gefährdete Flächen oder auf Flächen, wo Veränderungen wahrscheinlich sind. Dies deshalb, weil die Auswahl solcher Flächen durchaus kontrovers wäre und auch "unbelastete" Flächen oder Flächen auf denen keine Ver-änderung angenommen wird, als Vergleichs- und Kontrollflächen ihre Berechtigung haben. Schließlich ist nur mit kompletten Datensätzen eine umfassende Auswertung möglich. Ein Nachteil bei der Erstbeprobung war die Analyse von jeweils nur einer einzigen Misch-probe je Tiefenstufe und Fläche, die es nicht erlaubte, die Heterogenität der Fläche über ein Streuungsmaß anzuschätzen. Für die Wiederholungsaufnahme ist geplant, zumindest drei Mischproben getrennt zu analysieren; somit werden Aussagen über die Flächen-Heterogenität möglich, welche letztlich auch für die Ersterhebung gelten. Während die geplante Wiederholungsaufnahme einerseits rückwärts-kompatibel sein muss, um Veränderungen oder Konstanz erfassen zu können, müssen andererseits die verbesserten analytischen Methoden und Analy-sengeräte berücksichtigt werden, die nicht nur ein komfortableres und genaueres Analysieren erlauben, sondern auch Grundlage für künftige Untersuchungen und Projekte sind. Diesem Ziel soll durch eine komplette Nachanalyse der Ersterhebung nachgekommen werden. Das große Interesse an unseren Bodenproben und den Ergebnissen der Ersterhebung sind Grund genug, diesmal möglichst viele Institutionen einzuladen, an der Planung und Durch-führung der 1. Wiederholungsaufnahme der Waldboden-Zustandsinventur mitzuwirken. |
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