Risikoanalyse St. Anton

Neueste Methoden der Krisenvorsorge, Früherkennung und Frühwarnung

Risiko- und Krisenmanagementplan St.Anton a/A

"Offener integraler Risiko- und Krisenmanagementplan der Gemeinde St.Anton a/A“ (P/8/19) ist ein Pilotprojekt des Instituts für Lawinen- und Wildbachforschung der FBVA. Am Beispiel der Gemeinde St. Anton am Arlberg in Tirol wird ein Krisenmanagementplan für natürliche Gefährdungspotentiale wie Lawinen, Muren und Hochwasser erarbeitet.

http://www.stantonamarlberg.com/deutsch/live.htm
http://www.stantonamarlberg.com

"Offen"heißt, daß die Systematik und Organisation aller Teilbereiche des Risikoplans bei Bedarf auf andere Gemeinden übertragen werden können. Ein zweites wesentliches Kriterium der Studie ist es, laufend alle maßgeblichen Organisationen vom Krisenstab der Gemeinde unter Leitung des Bürgermeisters bis hin zu den Entscheidungsträgern und Rettungsorganisationen einzubeziehen. Dieser integrale Ansatz gewährleistet, daß die Konzeptionierung des Planes den Bedürfnissen der Verantwortlichen vor Ort angepasst ist.

Besonders eng arbeitet das Institut der Forstlichen Bundesversuchsanstalt mit den Vertretern der zuständigen Gebietsbauleitung Oberes Inntal der Wildbach- und Lawinenverbauung zusammen. Szenarien möglicher Bedrohungen durch Naturgefahren im Sommer und im Winter werden in Absprache erstellt und nach ihrer Intensität und Auftretenswahrscheinlichkeit bewertet. Moderne Simulations- und Prognosetechnologien wie z.B. SAMOS spielen dabei eine große Rolle. Die Erkenntnisse aus dem Risikomanagement sowie die neuesten Methoden im Bereich der Krisenvorsorge - der Früherkennung und Frühwarnung - werden den Entscheidungsträgern in der Gemeinde St.Anton a/A zur Verfügung gestellt.

Im Bereich der angewandten Forschung ist es die Aufgabe der Projektleitung, die einzelnen Forschungsgruppen im Hinblick auf das Ziel „Risikooptimierung“ und „Krisenvorsorge“ zu koordinieren. Der Praxisrelevanz wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt. Für die Partner „Forschungsgruppen“ auf der einen und Gemeinde auf der anderen Seite ergeben sich dadurch Synergieeffekte.

Das Wichtigste am Risikoplan St. Anton

Ziel: Krisenvorsorge/Früherkennung/Frühwarnung

Interessenten: Gemeinde als Behörde, Bürger, Touristen, Straßenverwaltung, Bergbahnen, Tourismusverbände, ...

Schutzauftrag: Gemeinde

Schutz des siedlungsrelevanten Raumes: Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Gebietsbauleitung Oberes Inntal

Finanzierung automatischer Wetterstationen: durch WLV im Rahmen der Verbauungsmaßnahmen im Bereich der Gemeinde St.Anton a/A

Einbindung: diese Wetterstationen werden in das Meßnetz des Tiroler Lawinenwarndienstes integriert

Datennutzung: die gewonnenen Meßdaten werden nicht nur von den Lawinenkommissionen abgerufen, sondern auch als Eingangsgrößen für die Modellierung herangezogen

Forschung: mit den Meßdaten und den Ergebnissen aus der Modellierung können die Modelle verbessert, an regionale Besonderheiten angepaßt und überprüft werden


ORF 2 Modern times 9.2.2001
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