Forstliches Vermehrungsgut
Müller F.

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Höhenstufen
kollin
submontan
montan
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hochmontan
tiefsubalpin
hochsubalpin

Kennzeichnung
 

Höhenstufen

Die regionale Eigenart der Wuchsbedingungen wird durch die seehöhenabhängigen Klima- und Vegetationsgradienten überlagert und in der Abgrenzung von Höhenstufen berücksichtigt.

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Für waldbauliche und herkunftsbezogene Fragestelllungen sind die durch die Höhenstufen bedingten vertikalen Unterschiede von größerer Bedeutung als die horizontalen Abstufungen.

Besonders bei Baumarten mit weiter vertikaler Verbreitung - wie zum Beispiel bei der Fichte oder Lärche - ist die genetisch gesteuerte Angepasstheit einer Herkunft an die jeweilige Dauer der Vegetationsperiode zur Sicherung der Überlebensfähigkeit von Bedeutung.

Werden Tieflagenherkünfte in größere Seehöhenbereiche transferiert, schließen sie ihr Wachstum gegen Ende der Vegetationsperiode zu spät ab und sind somit nicht ausreichend abgehärtet.

Bei der Beurteilung der Seehöheneignung ist nicht so sehr der absolute Höhenunterschied zwischen Herkunfts- und Anbauort entscheidend, sondern der Vergleich der Höhenstufenzuordnung entsprechend der klimaabhängigen Verteilung der Waldgesellschaften.

Je größer die Seehöhe, desto rascher ändern sich mit zunehmender Seehöhe die Klimabedingungen und desto enger ist daher die zulässige vertikale Transferdistanz. Transfers sollten grundsätzlich innerhalb einer Höhenstufe erfolgen. Innerhalb des Höhenstufenbereiches von kollin bis mittelmontan ist ein vertikaler Transfer nach oben oder nach unten zu einer benachbarten Höhenstufe unbedenklich. Ein Transfer von der hochmontanen Stufe zur mittelmontanen ist möglich, aber nicht umgekehrt von der mittel- zur hochmontanen Stufe! Im subalpinen Bereich ist eine vertikale Verlagerung bis zu maximal 100 bis 150 Meter - aber stets innerhalb der jeweiligen Höhenstufe - vertretbar.

Klimatische Unterschiede zwischen einzelnen Herkunftsgebieten bedingen eine seehöhenmäßige Verschiebung gleicher Höhenstufen. So sind z. B. im Mühl- und Waldviertel durch Klimadepression, die Höhenstufengrenzen gegenüber den Randalpen um 100 bis 450 Meter abgesenkt.
Eine seehöhengleiche Übertragung von Herkünften zwischen diesen beiden Gebieten wäre daher verfehlt, ein Transfer innerhalb gleicher Höhenstufe eher vertretbar. kollin submontan montan tiefmontan mittelmontan hochmontan tiefsubalpin hochsubalpin

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